Scania Werk Sodertalje
Scania ist nach 18 Jahren nicht mehr an der Börse.
 

Scania verschwindet von der Börse

Scania wird nach 18 Jahren von der Börse genommen. VW plant Allianz zwischen Scania und MAN.

21.05.2014 APA

Der deutsche Autokonzern Volkswagen übernimmt im zweiten Anlauf seine Tochter Scania beinahe komplett. 35,25 Prozent der übrigen Aktionäre haben das Übernahmeangebot bis zum Ablauf der verlängerten Frist am vergangenen Freitag angenommen, so die Wolfsburger am Mittwoch.

Übernahme mit Anlaufschwierigkeiten

Einschließlich bereits gehaltener Papiere kontrolliert VW damit 98,19 Prozent von Scania und kann so die ungeliebten Minderheitsaktionäre aus dem Unternehmen drängen. Im ersten Anlauf hatte VW die Hürde knapp verfehlt. Das schwedische Traditionsunternehmen verschwindet damit nach 18 Jahren von der Börse.

Allianz aus Scania und MAN

VW will eine schlagkräftige Allianz aus Scania und seiner zweiten Lkw-Tochter MAN schmieden, die es mit führenden Anbietern wie Daimler und Volvo aufnehmen kann. Dazu benötigen die Wolfsburger den vollen Durchgriff bei Scania. Dies ist nach schwedischem Recht erst ab 90 Prozent der Anteile möglich. Bei MAN reichten nach deutschem Aktienrecht gut 75 Prozent der Stimmrechte, um die Tochter zu kontrollieren.

6,7 Milliarden Euro kosten

Die Wolfsburger hatten den Scania-Minderheitsaktionären 200 schwedische Kronen (22,15 Euro) je Aktie geboten. Die Komplettübernahme will sich Volkswagen 6,7 Mrd. Euro kosten lassen.

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