Saab Insolvenz Konkurs 900 Turbo
Wer hätte gedacht, dass es nach GM für Saab noch schlimmer kommen würde.
 

Saab beantragt Gläubigerschutz

Saab kommt einem Insolvenzantrag zuvor und beantragt Gläubigerschutz.

07.09.2011 Online Redaktion

Lange zog sich das Siechtum hin und immer wieder gab es – immer kuriosere – Rettungsmeldungen über den schwedischen Autobauer. Ein chinesischer Investor wollte einspringen und auch ein Russe war im Gespräch. Doch jetzt wird die Reißleine gezogen. Saab stellt einen Antrag auf Gläubigerschutz und will mit einem Zwangsverwalter das scheinbar unvermeidliche Ende doch noch abwenden.

Diesn Schritt kündigte Saab jüngst in einem offiziellen Statement an. Der Gläubigerschutz wurde bereits beim zuständigen Gericht eingereicht.

Derzeit gehört Saab dem holländischen Unternehmen „Swedish Automobiles“ (vormals Spyker), dass Saab 2010 von General Motors kaufte. Unter Gläubigerschutz soll Saab jetzt stabilisiert und neue Mittel aufgetrieben werden. Diese Hoffnung stützt sich vor allem auf die Zusagen der chinesischen Unternehmen „Pang Da“ und „Youngman“ – sie wollen in Summe 250 Millionen Euro bereitstellen.

Im Gespräch mit der dpa sieht Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen die Zukunft nicht ganz so rosig: „Saab hat keine Chance und wird nun abgewickelt.“

Schon länger kämpft Saab mit Finanzproblemen, zwischenzeitlich standen sogar die Bänder still. Der Antrag auf Gläubigerschutz kommt auch einem möglichen Insolvenzanträgen von Gewerkschaftern zuvor. Denn seit April werden quasi keine Autos mehr gebaut und auch das letzte Gehalt der 3700 Mitarbeiter konnte nicht ausbezahlt werden. Im ersten Halbjahr verkaufte Saab 13.000 Autos und erwirtschaftete so einen Verlust von 224 Millionen Euro. Der Aktienkurs rutschte auf 67 Cent ab. Die Break-Even-Point soll bei etwa 100.000 Autos liegen.

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  • Kujau

    Dafür hätten sie mal anfangen müssen.

  • Wehe, die hören auf!

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