Saab Logo
Saab steht vor dem Aus, schon wieder.
 

Saab steht vor dem AUS, schon wieder

Déjà-vu bei Saab, nur 14 Monate nach der Übernahme ist der chinesische Eigentümer zahlungsunfähig.

13.08.2014 APA

Hiobsbotschaft für die Traditionsmarke Saab, der chinesische Eigentümer des Autoherstellers ist zahlungsunfähig. Das teilte ein Gericht im schwedischen Vänersborg am Dienstag mit. Ein Zulieferer war vor Gericht gezogen, weil die Gesellschaft National Electric Vehicle Sweden (Nevs) offene Rechnungen nicht bezahlt hatte. Für den 18. September setzte das Gericht eine Anhörung an, um über die Zukunft von Saab zu beraten.

Insolvenz im Jahr 2011

Das schwedische Traditionsunternehmen hatte im Dezember 2011 Insolvenz angemeldet und wurde ein halbes Jahr später von Nevs übernommen. Haupteigner von Nevs ist die chinesische National Modern Energy Holdings. Die chinesische Großstadt Qingdao hält 22 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.

Elektroautos für China

Die Fahrzeugproduktion bei Saab war Ende 2013 wieder angelaufen, um Elektroautos für den chinesischen Markt zu bauen. Doch in den vergangenen Monaten häuften sich die Anzeichen für finanzielle Schwierigkeiten. Nevs war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Am Saab-Standort in Trollhättan sind 250 Mitarbeiter beschäftigt.

Mehr zum Thema
  • cege

    Ich hoffe ja immer noch, irgendwann einen NEUEN Saab kaufen zu können :-)

    Hoffentlich den 9-4X!!

  • Wilhelm Benedict

    Als ehemaliger, von SAAB begeisteter Pressechef tut ein Ende von SAAB mir weh. Wenn auch seit GM ein Saab kein richtiger SAAB mehr war. Eine Marke welche so viele Innovationen im Automobilbau geschaffen hat ist nun wahrscheinlich sicher am Ende. Traurig!

  • Erwin Wolf

    Erbarmt sich bitte jetzt endlich einer der 3 großen Deutschen und verleibt sich die Marke ein?

    BMW könnte im gehobenen Segment den Frontantrieb-Bereich abdecken.

    VW stört eine weitere Marke sicher nicht.

    Daimler könnte auch was im Frontantriebssegment brauchen.

    Den Marktanteil würde ich auf 20.000 Autos pro Jahr schätzen und in Graz bei Magna bauen lassen. Die Gleichteilestrategie machts möglich. Das Werk Trollhättan könnte man getrost schließen.

    Die verkauften 20.000 Autos würden auch ein gehobenes
    Kundensegment abdecken. Warum da keiner drauf einsteigt..ein großes Mirakel. Man verschenkt damit die Chance, endlich ein automobiles „Apple“ zu schaffen.

    Genau! Apple soll Saab kaufen und das iCar bauen…

    Hauptsache die Marke und das damit verbundene Markenerlebnis und Lebensgefühl überlebt!

    • Mike

      Als SAAB-Fahrer mit Herz und Leidenschaft muss ich aber eines feststellen: Die Fabrik war es nicht, der Standort häte auch gepasst, nur leider gab es 2 Faktoren, die eine weitere Existenz unmöglich gemacht haben – GM und die schwedische Regierung.

      2010 hat man die Firma schon an der ausgestreckten Hand verhungern lassen, das Werk wurde zwar auf den neuesten technischen Stand gebracht, aber wenn man ständig Kapital und Know-How abzieht geht irgendwann das Licht aus. Der Verkauf an Spyker war nett, aber die Zusatzbedingungen waren fatal und als es so aussah, als ob noch was gehen könnte, haben „Kleinigkeiten“ gereicht, die Produktion zu stoppen. Vom Produktionsstop bis zum Konkurs sind dann richtig Schulden entstanden (no na), aber Hauptsache dem Alteigentümer ein Mitspracherecht bei Investoren einräumen…

  • Udo

    Was will jemand, der ein Unternehmen wie SAAB kauft ?
    – die Marktanteile
    – die Produktionskapazitäten
    – die gut eingeführte Marke
    – das technische Know How
    An Marktanteile und Produktionskapazitäten waren die Chinesen offenbar nicht interessiert.
    Ob die Marke SAAB für sie interessant war, ist schwer einzuschätzen.
    Das technische Know How ist aber ganz bestimmt für die chinesischen Investoren hochinteressant.
    Das haben sie jetzt. Also wozu noch weiter in einen maroden Standort und in einen sehr begrenzten europäischen Markt investieren ???
    In China produziert man billiger, mit minimalen Umweltauflagen (wenn überhaupt), und hat hat noch dazu einen riesigen home market.
    So sieht Technologietransfer auf chinesisch aus. Klug !

pixel