Saab 9-3 Exterieur Dynamisch Front
Ist der Schlingerkurs für Saab jetzt beendet? Eher nicht. Aber zumindest geht es weiter.
 

Saab geht am Stäbchen

Mit 150 Millionen Euro rettet Hawtai vorerst Saab.

06.05.2011 Online Redaktion

Wieder einmal wurde die Pleite des schwedischen Autobauers Saab, wenn auch nicht abgewendet, so doch wenigstens ein bisschen verzögert. Es ist ja eine unendliche Geschichte.

Ende 2010 zeichnete sich ab, dass Saab zu den ganz großen Verlierern der Krise im speziellen und des Automarktes im Allgemeinen gehört.

Hoffnung gab der Ausblick auf den 9-4X, der neue 9-5 ist alles andere als ein schlechtes Auto und mit dem PhoeniX bewies Saab erstens, dass sie noch Zukunftspläne machen und zweitens, dass man zumindest bei der Namenswahl noch Humor hat.

Anschließend ging es steil bergab. Erst wollte Wladimir Antonow helfen, durfte aber nicht. Dann standen auch noch die Bänder still.

Jetzt gibt es endlich mal wieder gute Nachrichten. Der chinesische Konzern Hawtai zahlt 150 Millionen Euro an Saab. Damit können sich die Schweden vor allem eines kaufen: Zeit. Denn die chinesische Firma hat Saab nicht gekauft. Hawtai hat sich lediglich an der Saab-Mutter Spyker Cars beteiligt und kündigte eine „strategische Partnerschaft“ an.

Bei Volvo lief es damals anders. Die wurden komplett von Geely geschluckt und glänzen jetzt schon wieder mit schwarzen Zahlen. Chapeu.

Die 150 Millionen Euro kommen zu einem günstigen Zeitpunkt. Im April produzierte Saab genau null Autos. Einige Gläubiger hatten bereits mit Zwangseintreibung gedroht und der Einstieg des russischen Investors Wladimir Antonow wurde blockiert.

Unter der Regie von General Motors fertigte Saab noch 100.000 Autos pro Jahr. Mit Spyker als neuem Besitzer brach die Zahl auf 32.000 Stück ein. Urpsrünglich waren für dieses Jahr 82.000 Fahrzeuge vorgesehen. Ein Fantasiewert. Der jetzt jedoch, mit dem chinesischen Markt vor Augen, noch mal neue Nahrung erhalten könnte.

Als Saab noch Geld hatte, wurde der 9-4X entwickelt. Das SUV gilt als wichtigstes Modell in der Geschichte. Schließlich könnte es die Marke retten:

Mehr zum Thema
pixel