Ruf RT35 Roadster
Weil ja fast jeder Bankbeamte einen Porsche 911er fährt, braucht es Verfeinerung.
 

Going in Style

Teil vier unserer kleinen Tuning-Serie: ein Porsche, ein Stoffmuster und der Himmel.

09.03.2013 Online Redaktion

Zum Abschluss unserer Tuning-Serie soll auch einmal Versöhnliches präsentiert werden, deshalb gibt es nun die traumhaft elegante Verfeinerung eines Porsche 911 Cabriolets. Ruf macht daraus den RT35 Roadster, mit dezenten Schürzen, Lufteinlässen für den Turbo und einem kecken Entenbürzel-Spoiler. Geradezu aufreizend banal sind die Felgen gestaltet, hier wird nicht zu dick aufgetragen, sondern mit Stil kommuniziert, dass man die Kohle hat. Im Innenraum wurde beiges Leder in herrlicher Symbiose mit einem Textil kombiniert, dessen himmelblaues Karomuster allein schon für Ausflugslaune sorgt und dessen raue Haptik an goldene Cabrio-Zeiten erinnert. Der Ruf profitiert natürlich auch von den ausgezeichneten Qualitäten des 911ers an sich, das stoffverkleidete Hardtop etwa (hier Ton in Ton mit der Karrosserie) sorgt für tadellose Haltungsnoten auch bei Schlechtwetter.

Ruf RT35 Roadster

Weil die porscheeigenen Turbo-Versionen noch auf sich warten lassen, hat man in Pfaffenhausen vorgegriffen und dem 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor des Carrera S zwei Turbolader aufgesetzt, was für eine Leistung von 630 PS (464 kW) sorgt. Das maximale Drehmoment liegt bei stattlichen 825 Nm, sortiert wird der Output entweder manuell mit sechs Gängen (richtig, das ist nicht das originale Porsche-Getriebe) oder mittels Doppekupplung, dann aber in sieben Stufen. Optional ist auch Allradantrieb erhältlich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 330 Stundenkilometern, eine aufwändige Hochsteckfrisur im Stil der Sitzbezüge kann man sich also sparen. Aber ein Wackel-Elvis geht allemal, im Windschatten der Frontscheibe.

>> Weiter in der Tuning-Serie:
der Mansory Carbonado
der Hamann Mystère
der Brabus 800 Widestar

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