Rolls Royce Silver Spirit Gebrauchtwagen Oldtimer Youngtimer
Leichte Mängel... also für Bastler.
 

Wie du und ich

Von: 1987. Für: 9.990 Euro. Mit: Muuuuhhhh (kommt von Mühe).

17.09.2012 Online Redaktion

Oh diese Teufelskerle aus England. ABS und Einspritzung – dieses neumoderne Zeug – war 1987 nicht länger aus Rolls Royce Modellen raus zu halten. Deswegen der Silver Spirit, dessen Präsentation in eben jenem Jahr stattgefunden hat. Damals das wichtigste Modell der Engländer, hätte es doch 2600 Einheiten pro Jahr bringen sollen.

Freilich nicht in Österreich. An den Katalysator hatte man sich in England doch noch nicht rangetraut, der war aber seit dem 1. Januar 1987 Pflicht. Das Preisschild von 1.999.980 Schilling war also nur von theoretischer Natur.

Weswegen Herbert Völker in der Autorevue 7/1987 auch mehr über die Nicht-Technische Wirkung schrieb. Und das las sich dann so:

„Was soll auch eine K-Jetronic gegen zwölf Kuhhäute von den edelsten Wiederkäuern Dänemarks, wo die Viecher enthornt werden, die Zäune elektrisch und Stechfliegen rar sind. So kommt es zu den geringsten Beschädigungen und Unregelmäßigkeiten der Häute. Gut ein Drittel einer Lieferung wird von Conolly Bros. (natürlich Conolly, da wird nie ein anderer herumpfuschen) wegsortiert, und dennoch bleiben nach der unvergleichlichen Anwendung längst heilig gesprochener britischer Handwerkskunst nur zehn Prozent des Conolly-Ausstoßes in Rolls-Royce-Standard übrig. Das heißt, dass jede Woche erst einmal tausend von Dänemarks Wackersten über die Klinge springen müssen, bevor die Royce-Produktion gesichert ist. Andere werden von Mikrochip-Engpässen bedroht, dieses Haus fürchtet nichts so sehr wie die Rinderpest auf Jütland.“

Mehr zum Thema
pixel