Der Renault Zoe beim Auto Salon Genf
Der Renault ZOE bekommt spezielle Signaltöne um für alle hörbar zu werden
 

Sicherheit für Blinde: Problem E-Autos

Das akustische Warnsystem von Renault Z.E. Voice dient speziell als Hilfe für Fußgänger, Radfahrer und Kinder.

19.11.2013 APA

In Kooperation mit dem Verein Blickkontakt hat Renault Österreich zu einer Informationsveranstaltung für Blinde und Sehbehinderte Menschen geladen. Ziel dieses Treffens: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch das vertraut machen mit dem akustischen Bild geräuscharmer Elektrofahrzeuge.

Renault ZOE als Testobjekt

In einer gemeinsamen Demonstrationsveranstaltung mit dem Verein „Blickkontakt“ in Wien stellte der Automobilhersteller einer Gruppe Betroffener den neuen, rein batteriebetriebenen ZOE vor. Im Mittelpunkt stand dabei das akustische Warnsystem „Z.E. Voice“, das Renault an Bord des Fünftürers als erster Hersteller in einem Serienmodell anbietet, um Fußgänger, Radfahrer und Kinder auf das herannahende Fahrzeug aufmerksam zu machen. Die Teilnehmer konnten im Rahmen der Veranstaltung die Wahrnehmung des Systems in verschiedenen Verkehrssituationen erproben.

Auswahl zwischen drei Signaltönen

„Z.E. Voice“ wird zwischen 1 und 30 km/h automatisch aktiviert und verhindert auf diese Weise, dass das Fahrzeug akustisch „unsichtbar“ wird. Der Fahrer kann zwischen drei verschiedenen Signaltönen wählen. Auch die anderen batterieelektrischen Renault Z.E.-Modelle Kangoo Z.E., Fluence Z.E. und Twizy verfügen serienmäßig über das akustische Warnsystem, mit dem der europäische Marktführer bei Elektrofahrzeugen einer zentralen Forderung der Blinden- und Sehbehindertenverbände entgegenkommt. Hintergrund: Die leisen Elektrofahrzeuge sind ohne vergleichbare Systeme im Straßenverkehr nahezu lautlos unterwegs und werden im Verkehrsfluss von den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor übertönt, was zu Unfällen führen könnte.

Auch für Blindenhunde

Nicht nur blinde und sehbehinderte Menschen müssen die Warnsignale von Elektrofahrzeugen kennenlernen, sondern auch ihre vierbeinigen Helfer. Deshalb war bei der Veranstaltung auch ein Blindenhund mit von der Partie.

Ausbildungsauto von Renault

Aus diesem Grund stellt Renault bereits in den Niederlanden dem Königlichen Zentrum für die Ausbildung von Blindenhunden KNGF einen Elektrotransporter vom Typ Kangoo Z.E. als Ausbildungsfahrzeug zur Verfügung. „Renault als größter europäischer Hersteller von Elektrofahrzeugen ist sich seiner Verantwortung für sämtliche Aspekte der Elektromobilität bewusst. Deshalb ist es für uns mehr als selbstverständlich, unsere Mitmenschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit auf die neue Generation umweltfreundlicher Fahrzeuge vorzubereiten“, erklärt Olivier Gaudefroy, Generaldirektor der Renault Österreich GmbH.

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