Renault-Twingo-1
 

Renault Twingo GT Testbericht

Kraftmeiern auf ­zeitgemäßem Niveau.

01.04.2008 Autorevue Magazin

Rundgang um den sportlichen Twingo: Das herzige G’schau hat er abgelegt – feist hockt er mit seinen breiten Reifen auf der Straße. Ernsthafter irgendwie, aber auch stimmiger, wenn die Topmotorisierung mit (für Kleinwagen) üppigen 101 PS vor einem steht.

Im Innenraum: Digitale Armaturen über der Mittelkonsole, wie gehabt, einziges Zugeständnis an die Sportlichkeit ist ein analoger Drehzahlmesser, der vor dem Lenkrad hockt. Nach dem Losfahren kommt eine bekannte Geräuschkulisse zum Vorschein, eine Zusammensetzung aus Rasseln und Getriebeheulen, die wir vom ersten Twingo her kennen. Der Hintergrund: Renault hat dem bekannten Motor eine tiefgreifende Überarbeitung angedeihen lassen und ihm dabei einen Turbolader verpasst. Das Resultat: Saftiger Vortrieb in allen Drehzahlbereichen und Drehmoment, das bereits weit vor dem motorischen Erregungsgipfel herrscht.

Für so viel Schmalz hat der Twingo GT ein eigens abgestimmtes Fahrwerk, das – ganz unfranzösisch – straff und agil ausgelegt ist. Der Kleine kämpft damit tapfer gegen anfallende Fliehkräfte, hält in flott gefahrenen Kurven resolut dagegen. Übermut ist dennoch fehl am Platz: ESP gibt es nicht einmal gegen Aufpreis. Für Langstrecken fehlt ein sechster Gang: Bei Autobahntempo dreht der Motor bereits 4000 Umdrehungen, was dem Lautstärkeniveau nicht besonders dienlich ist.

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