Renault Trafic stat voli
Endlich haben alle Radfreunde Platz! Mit den Rädern!
 

Testbericht: Renault Trafic 2,0 dCi

Ein Kasten von einem Kasten, dabei aber erstaunlich bequem.

24.11.2011 Autorevue Magazin

Dass der Bodenteppich im Laderaum unseres Testautos nach 15.000 km schon etwas zerzaust aussieht, mag am Material liegen oder am eifrigen Zusammenkehren eines Testers davor, womit wir schon tief drin sind im Wesen des Renault Trafic: Riesiger Freiraum will auch beladen werden, zum Beispiel mit acht Passagieren und immer noch 673 Liter Kofferraum dahinter. Oder man lässt die Dreier-Sitzbänke der Reihen zwei und drei nacheinander daheim, wofür allerdings geschraubt und weggeschleppt werden muss – einzig hier liegen die Lieferwagen-Wurzeln offen. Zudem lassen sich die Sitze nicht umklappen, aber bei ­einem dienstbaren Hohlraum von 5024 Litern muss ohnedies nicht in winzigen Happen gedacht werden. Der Laderaum entspricht ­übrigens zwei Renault Espace.

Renault Trafic Interieur

Der Trafic Black Edition ist die maximale Annäherung eines Lieferwagen-Konzepts an den Pkw, was an Velours-Sitzen (nur zwei Einzelsitze statt Dreierbank vorne, dafür bleibt ein Durchgang dazwischen), Teppichen, Lederlenkrad, getönten Scheiben hinten und der allgemeinen Leichtgängigkeit des Trafic liegt: Lenkung, Schaltung (6 Gänge!), Bremsen gehen geschmeidig zur Hand, die Übersichtlichkeit ist ohnedies unschlagbar (wie man schon beim EinSTEIGEN ahnt). Der Motor, hier ein 2,0-l-dCi mit 114 PS (auch Diesel zu 90 oder 150 PS sind zu haben) und 300 Nm, der gut bemessen wirkt, also die immerhin fast zwei Tonnen Trafic sauber und ohne Lücken hochstemmt und bis 160 km/h beschleunigt. Wer keine sportlichen Ambitionen ausleben mag, wird sich nie untermotorisiert fühlen, lediglich beim Ausschöpfen der vollen Zuladung von 957 kg könnte es so weit sein. Wer gerne die volle Anhängelast von 2000 kg nutzt, möge den 150-PS-dCi wählen.

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