Vertragsunterzeichnung Renault-Nissan-Allianz
Seit 1999 besteht die Allianz aus Renault und Nissan
 

Renault und Nissan: Sparsames Bündnis

Die französischen und japanischen Autohersteller haben durch ihr rigoroses Sparprogramm 2,69 Mrd. Euro erwirtschaftet.

29.06.2013 APA

 

In den Jahren hatte sowohl Renault als auch Nissan mit ihrer Allianz Einsparungen erzielen können. Jetzt liegen die Zahlen für das Jahr 2012 vor, anhand denen wird ersichtlich, dass diese Zusammenarbeit so gut gewirtschaftet hat wie noch nie. 2012 seien zusätzliche Synergieeffekte in Höhe von 2,69 Mrd. Euro entstanden, teilte die französisch-japanische Allianz am Donnerstag mit. Der Betrag sei noch einmal 54 Prozent höher gelegen als 2011.

Renault besonders unter Druck

Die Einsparungen sind vor allem für Renault von großer Bedeutung. Das französische Unternehmen leidet erheblich unter schrumpfenden Absätzen in Europa. Im ersten Quartal dieses Jahres sank der Umsatz um 12 Prozent auf 8,27 Mrd. Euro.

Sparmaßnahmen im Detail

Am meisten Geld wurde den Angaben zufolge durch die Kooperation im Einkauf gespart (851 Mo. Euro). Danach folgten die Bereiche Antriebsstränge (709 Mio. Euro) und Fahrzeugtechnik (546 Mio. Euro). Im indischen Chennai haben die Hersteller beispielsweise gemeinsam ein riesiges Werk gebaut, in dem sowohl Nissan- als auch Renault-Fahrzeuge gefertigt werden.

Potential außerhalb der  EU-Grenzen

Für die Zukunft kündigte die 1999 gegründete Allianz weitere Anstrengungen um Synergieeffekte an. Besonders in Schwellenländern wie Brasilien, Russland, Indien und China gebe es großes Potenzial, kommentierte Logistik-Manager Christian Mardrus.

 

Mehr zum Thema
pixel