renault megane energy dci 110 bose edition schwarz seite
Beim Namen „Energy“ spürt man den ­flauschigen Holz­hammer, mit dem uns die Techniker ihre Ambition zärtlich einklopfen.
 

Testbericht: Renault Mégane energy dci 110

Wenn die frische Motorengeneration des Renault Mégane der Sparsamkeit wegen eingeführt wird, dann sind Ambitionen und Erwartungen hoch.

09.04.2014 Autorevue Magazin

Das Facelift des Renault ­Mégane ist das perfekte Zeichen zur Zeit – außen ist die vordere Stoßstange neu, innerlich gibt’s gleich drei neue ­Motoren, die allesamt dem Spritsparen huldigen: zwei Turbodiesel mit 110 oder 130 PS, einen 1,2-l-­Turbobenziner mit Direkteinspritzung und 115 PS, der das Downsizing auch beim Verbrauch eindrucksvoll zelebriert: minus 25 Prozent im MVEG-Mittel.

Geschmeidiges Aggregat, akustisch optimiert

Alle drei Motoren zählen zur neuen „Energy“-Generation. Bei dem Namen spürt man den flauschigen Holzhammer, mit dem uns die Techniker ihre Ambitionen zärtlich einklopfen. Beim Fahren merkt man von alldem im Idealfall nichts außer maximale Unauffälligkeit, so auch hier: Wir fuhren den 110-PS-dCi, ein fröhliches ­Aggregat, das Turboloch ist nur bei geringen Drehzahlen fühlbar, danach bleibt der Schub präsent. Die Geschmeidigkeit des Aggregats ist stilbildend, dass am akustischen Komfort erstmals Renaults neu gegründete NVH-Abteilung (Noise, Vibration, Harshness) mitge­arbeitet hat, bleibt übers gesamte Drehzahlband fühlbar: Durch Feinarbeit konnten ­Geräusch und Vibrationen schon bei der ­Verbrennung niedrig gehalten werden, sagt Renault, also darf die Dämmung gewichtssparend ausfallen.

renault megane energy dci 110 bose edition motor motorraum

Man Sieht: Ein Motor wie ein Motor, und die Innovationen sind wie beiläufig eingeflossen. Das sind die Gesetze, nach denen Kompakte funktionieren.

So werden aus den theoretischen 4,4 l Gesamtverbrauch des gleich starken Vorgänger-Motors 3,5 l, macht 90 g CO2 pro Kilometer. Dass am Display dann doch ein Gesamtverbrauch von 5,6 l/100 km aufscheint, zeigt aber, dass sich 1215 kg Leergewicht auch von kluger Motorentechnik nicht völlig egalisieren lassen.

Querschnitt der beim Energy-dCi angewandten Technik:

-Start/Stopp-Automatik.
-Die Steuerung des Kühlkreislaufes lässt ihn drei Minuten früher auf Betriebstemperatur kommen.
-Die Ölpumpe arbeitet ­bedarfsgesteuert, so wird Reibung ebenso vermindert wie beim Downsizing des gesamten Motors.
-Die variable Drallsteuerung sorgt für perfekte Verwirbelung im Brennraum.
-Bewegungsenergie wird beim Verzögern in Strom umgewandelt und in die Batterie eingespeist. Dieser Strom wird beispielsweise vom Start/Stopp-System verwendet.
-Gekühlte Niederdruck-­Abgasrückführung ermöglicht geringere Brennraumtemperatur und höheren Ladedruck für effizientere Verbrennung.
Gesamt stecken 30 Patente in der neuen Motorengenera­tion.

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