Modus 2
 

Renault Grand Modus Testbericht

Bei allem Nutzwert die Schönheit bewahrt.

01.06.2008 Online Redaktion

Diese Welle von der Côte d’Azur als Dach. Dieser kesse Hintern von der Avenue Montaigne als Heck. Das kann nur Renault. Es muss ein geheimes Buch im Keller des Herstellers geben, das den Designern und Ingenieuren verrät, wie man trotz allen Nutzwertes dieses Maß an optischer Poesie bewahrt. Der Grand Modus darf als Statement verstanden werden, dass nützliche Autos nicht wie Kasten- oder Leichenwägen aussehen müssen. Ästhetik ist schließlich auch für Familien, Hundebesitzer und andere Raumbedürftige ein Grundrecht. Der Zusatz Grand im Namen deutet es ja schon an: Längenzuwachs von 16 Zentimetern.

Innen zeigt sich der Hersteller weniger kreativ. Was nicht schlecht sein muss, aber eben nicht das Versprechen des Exterieurs erfüllt. Alles ist da, wo man es erwartet, so man denn mit einem Ablagefach im Dachhimmel und neben den Instrumenten auf der Fahrerseite gerechnet hat. Letzteres gibt es erst in der Topausstattung Dynamique, in der auch der Testwagen daherrollte. Ein Name, der auf den 86-PS-Motor nur bedingt zutrifft. Erfolg bei der Beschleunigung stellt sich spät und auch nur kurz ein. Die stärkere 103-PS-Version dürfte die nervenschonendere Wahl sein. Der kleine Motor rollt auf Wunsch mit einem feinen Sechsgang-Getriebe und Dieselpartikelfilter daher. So stehen allerdings auch 18.340 Euro unterm Strich.

Mehr zum Thema
pixel