Jetzt ist es fix: Ricciardo und Vettel sind ab der kommenden Saison Kollegen.
Jetzt ist es fix: Ricciardo und Vettel sind ab der kommenden Saison Kollegen.
 

Red Bull bestätigt: Daniel Ricciardo wird Vettels neuer Teamkollege

Red Bull bestätigte die Beförderung des Australiers ins A-Team: Räikkönen bleibt somit eine Option weniger

03.09.2013 APA

Daniel Ricciardo wird Sebastian Vettels neuer Teamkollege bei Red Bull. Am der kommenden Saison wird der 24-jährige Australier seinen Landsmann Mark Webber, der im nächsten Jahr für Porsche in der Langstrecken-WM fährt, ersetzen, wie Red Bull am Montagabend bestätigte. Dem dreimaligen Formel 1- Weltmeister Vettel droht somit in nächster Zeit keine ernsthafte Konkurrenz aus dem eigenen Lager. Mit erst 42 Starts ist Ricciardo der aktuelle WM-14. (12 Punkte) und im Vergleich zum Triple-Champion und 31-fachen Grand-Prix-Gewinner ein Greenhorn.

Vertrag bis mindestens 2016

Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko beendete die letzten Zweifel über die sich seit Wochen abzeichnende Personalie. „Das ist eine logische und vernünftige Entscheidung. Wir sind bei Red Bull immer auf Kontinuität aus. Daniel hat kontinuierlich Leistung gebracht und sich immer gesteigert“, sagte der Steirer im Haussender des Getränkekonzerns, Servus TV. „Von allen Kandidaten war er der Jüngste, aber mit tollem Potenzial.“ Ricciardo erhält beim Weltmeisterteam einen Vertrag bis mindestens 2016. „Wir sprechen von zumindest drei Jahren“, erklärte Marko. 2011 feierte der Red-Bull-Junior beim britischen Grand Prix mit dem kleinen Team HRT seine Formel-1-Premiere. In der Folgesaison holte ihn Toro Rosso, das auch als Talentschmiede für Red Bull fungiert. „Glückwunsch an Daniel, obwohl wir ihn gerne behalten hätten“, gratulierte Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost seinem Schützling.

Noch kein Statement von Vettel

Von Vettel gab es zunächst keine aktuelle Aussage zu der Entscheidung. „Du würdest gern jemanden haben, der genauso konkurrenzfähig ist wie du“, hatte er am Rand des Großen Preises von Belgien gesagt. „Die besten Freunde muss man nicht sein. Ob man sich mag oder nicht, ist nicht entscheidend. Freunde zu sein, ist ein Bonus.“ Marko versicherte: „Wir haben auch Sebastian um seine Meinung gefragt.“ Ihm sei Ricciardo der „liebste Kandidat“ gewesen. Teamchef Christian Horner bezeichnete Ricciardo als „sehr talentierten Youngster“. Er sei sehr engagiert und habe eine sehr gute Einstellung. „Es war für uns logisch, Daniel zu wählen“, sagte Horner. Marko betonte, es gebe „keine Stallorder“. Wichtige Kriterien bei der Wahl seien gewesen, dass der Neue „so viele Punkte einfährt, dass wir auch in der Konstrukteursmeisterschaft vorne sind“ und dieser „gleichzeitig Vettel fordern kann“.

Kein Red-Bull-Vertrag für Räikkönen

Längere Zeit hatte Vettels Kumpel Kimi Räikkönen als potenzieller neuer Teamkollege gegolten. Noch vor der Sommerpause in Budapest hatten die Red-Bull-Verantwortlichen versichert, die Entscheidung falle zwischen dem finnischen Ex-Weltmeister und Ricciardo. In Ungarn plötzlich hochkochende Spekulationen, Ferrari-Star Fernando Alonso sei ein ernsthafter Kandidat, hatten nie einen seriöse Basis. Räikkönen, als aktueller WM-Vierter mit 65 Punkten Rückstand auf Vettel (197) noch ein Titelkandidat, hat nun eine Option weniger: Der „Iceman“ kann bei Lotus bleiben, eventuell zu Ferrari zurück oder erneut aufhören, was am unwahrscheinlichsten erscheint.

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