Auch im deutschen Magna-Standort fand eine Razzia statt.
Auch im deutschen Magna-Standort fand eine Razzia statt.
 

Razzia bei sechs Autozulieferern in Deutschland

Das deutsche Bundeskartellamt prüft den Verdacht auf Preisabsprachen bei Fahrzeugtextilien – auch Magna betroffen

25.09.2013 APA

Am Dienstag wurden bei einer Razzia des deutschen Bundeskartellamtes die Standorte von sechs Autozulieferern in Deutschland wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen durchsucht. 20 Mitarbeiter des Kartellamts und 15 Kriminalpolizisten seien an der Aktion beteiligt gewesen, so die Wettbewerbsbehörde. Unter den überprüften Unternehmen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen war unter anderem auch die deutsche Niederlassung des österreichisch-kanadischen Autozulieferers Magna.

Preis- und Kundenabsprachen angeblich seit mindestens 2002

Die Ermittler gingen davon aus, dass es seit mindestens 2002 Preis- und Kundenabsprachen bei Textilien für die Autoindustrie gegeben habe, beispielsweise bei Kofferraumauskleidungen oder Bodenbelägen für Autos. Wie ein Sprecher des Bundeskartellamts mitteilte, waren nach bisherigem Stand der Ermittlungen keine ausländischen Unternehmen an dem mutmaßlichen Kartell beteiligt. Es habe bisher „keine Hinweise auf grenzüberschreitende Aktivitäten“ gegeben.

Magna kooperiert mit Kartellamt

Der Zulieferer Magna gab seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Kartellamt bekannt. „Die Unternehmenspolitik von Magna sieht die Einhaltung sämtlicher geltender Gesetze vor, einschließlich kartellrechtlicher und wettbewerbstechnischer Gesetze“, erklärte der Zulieferer, der in den vergangenen Jahren unter anderem als Kaufinteressent für den Autohersteller Opel in der breiten Öffentlichkeit in Erscheinung getreten war. Die US-Mutter von Opel, General Motors (GM), rückte schließlich jedoch vom geplanten Verkauf ihrer kriselnden europäischen Tochter ab.

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