Bentley Continental GTC
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Quo vadis, Cabrio?

Cabrios und Roadster wurden in den letzten Jahren von den Highlights zu den Stiefkindern der Autobranche. Was ist passiert?

18.03.2015 Press Inform

In den internationalen Zulassungsstatistiken spielen Cabrios kaum noch eine große Rolle. Viele Hersteller haben die oben ohne-Modelle gestrichen, viele werden es noch tun. Aber woran liegt das?

Jaguar F-Type Roadster
© Bild: Werk

Peugeot 206cc und 307cc

Die Kunden begeistern sich in letzter Zeit deutlich weniger für Cabrios und Roadster. Bestes Beispiel ist Peugeot, der als Teil des PSA-Konzerns in den späten 90er und Anfang der 2000er Jahre eine imposante Größe in der europäischen Cabriowelt war. Der Peugeot 206cc war beispielsweise in Deutschland das meistverkaufte Cabrio. Auch sein größerer Bruder, der Peugeot 307cc, erfreute sich großer Beliebtheit.

Peugeot 206cc
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VW-Cabrios

VW konterte mit dem Dauerläufer Golf Cabrio und insbesondere dem Viersitzer Eos, der nach weniger als zehn Jahren nunmehr ausgelaufen ist.

VW Eos
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Keine Peugeot Cabrios mehr

Peugeot hat Cabrios mittlerweile längst abgeschworen. haben weder die aktuellen Generationen von 208 noch vom klassenhöheren Kompaktklassemodell 308 überhaupt noch ein Cabrio im Angebot. Früher gab es sogar ein charismatisches Peugeot 504 Cabrio. Bei der Konkurrenz sieht es kaum anders aus. Auch Ford und Nissan haben  Focus CC und Micra CC vom Markt genommen. Angenehm für das Straßenbild, doch eine Bankrotterklärung für eines der wohl emotionalsten Segmente im Autogeschäft.

Nissan Micra CC
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Auf der Suche nach offenen Modellen

Selbst in der Premiumliga sind die offenen Versionen nicht mehr überall gesetzt. BMW doktert seit Jahren an einem Nachfolger für den Z4 herum und will diesen nunmehr wohl nur durch Mitarbeit von Toyota auf den Markt bringen, die dann einen neuen Supra als Sportcoupé ableiten wollen.

BMW Z4
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Klein & bezahlbar? Nope

Kleine bezahlbare Roadster wie einst ein Alfa Romeo Duetto oder selbst ein BMW Z3 sucht man vergeblich. Ganz zu schweigen von offenen Modellvarianten von Fiat Ritmo, Talbot Samba oder einem Honda S 2000. Selbst ein Renault Megane Cabrio steht wegen anhaltender Erfolglosigkeit vor dem Aus. Das gleiche Schicksal ereilt im Herbst den Mini Roadster.

Renault Megane CC
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Audi TT Roadster am absteigenden Ast

Auch der Audi TT Roadster muss sich zukünftig mehr nach den Sonnenstrahlen strecken. Lief die erste Generation des offenen TT zwischen 1999 und 2007 mit weltweit 90.000 Verkäufen durchaus erfolgreich, verkaufte sich das Nachfolgemodell mit 53.463 Stück schleppend.

Audi TT Roadster
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Billiglösungen

Hier und da versuchen es die Hersteller, die nicht mehr vorhandenen Cabrios mit wenig artgerechten Targa-Billiglösungen eines Fiat 500C, einem Citroen C1 oder einem Opel Adam Rocks mit großem Stoffdach zu überspielen. Opel bietet mit dem offenen Cascada immerhin eine ebenso sehenswerte wie bezahlbare Alternative zur geöffneten Premiumkonkurrenz von BMW 4er, Audi A5 oder Mercedes E-Klasse.

Opel Cascada
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Premium-Kämpfe

Mercedes weitet sein Portfolio an offenen Modellen mit dem AMG GT Roadster oder einem S-Klasse Cabrio sogar weiter aus, um sich konsequent von der Konkurrenz abzuheben. BMW ist mit dem offenen Triumvirat an offenem 2er, 4er und 6er allemal erfolgreich, auch wenn der konsequent sportliche Z4 ein Schattendasein neben Porsche Boxster und Mercedes SLK fristet.

Porsche Boxster S
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Miata trotzt allen Schwierigkeiten

Wie ein Fels ist Brandung präsentiert sich dem gegenüber die vierte Generation des Mazda MX-5. Die Japaner setzen unverändert auf Leichtbau, faire Preise, puristischen Fahrspaß und Hinterradantrieb. Doch die Stückzahlen sind selbst für ein Erfolgsmodell wie den Miata längst nicht mehr grandios. 1990 konnten die Japaner noch mehr als 90.000 MX-5 unter die Sonnenhungrigen bringen; 1998 lag der Bestwert der zweiten Generation bei 58.000 Mazdas und im 2013 wurden weltweit gerade noch 11.639 offene Doppelsitzer an Frau und Mann gebracht.

Mazda MX-5
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Roadsterverkäufe seit 2007 halbiert

Lag die Zahl der weltweiten Roadsterverkäufe 2007 weltweit noch bei 255.000 Stück, fror die Zahl 2014 bei rund der Hälfte ein. Bis 2020 rechnen die Analysten von IHS Automotive immerhin mit einem Zuwachs auf 190.000 Autos – nicht zuletzt durch ein paar neue Spaßmacher. „Das SUV ist das neue Cabrio. Führer waren die Cabrios und Roadster die Lifestyle Fahrzeuge. Heute wird diese Nische durch Kompakte SUVs und Cross-Over Modelle besetzt“, erläutert Henner Lehne, verantwortlicher Analyst bei IHS Automotive zum Rückgang der Roadsterverkäufe, „speziell bei der weiblichen Kundschaft, bei der Z3/4, TT , MX5 und Co sehr beliebt waren, spielen Compact SUVs eine immer größere Bedeutung. Sie kombinieren, im Gegensatz zum Cabrio, Lifestyle mit Praktikabilität und empfundener höherer Sicherheit.“ Bleibt abzuwarten, ob sich die offenen Versuchungen bald wieder erholen. Der nächste Sommer kommt bestimmt trotzdem – auch wenn er einem beim Fahren nicht auf den Schäden scheint.

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  • Aldolf Müller

    Die SUVs haben diese „Randgruppe“ auch in ihren Sog gezogen. Mal sehen wanns den ersten oben ohne kraxler gibt ausser dem „G“ der ja eigentlich kein SUV ist…

  • Autojoe

    Gibt ja keine ordentlichen Sommer mehr?

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