Puma Youabian
Es gibt schöne Autos, es gibt hässliche Autos und es gibt den Puma Youabian. © Bild: FREDERIC J. BROWN / AFP / Getty Images
 

Das unnötigste Auto der Welt

Auf der Suche nach einem erfüllten Klischee wird man in den USA fündig, Puma Youabian sei Dank

14.03.2015 asphaltfrage

Wie fängt man bloß einen Bericht über ein Auto an, bei dem man nicht einmal genau sagen kann wie „es“ heißt. Youbian Puma, oder Puma Youabian – selbst der Hersteller ist sich in seinem Prospekt nicht sicher. Vielleicht einfach mal auf der Seite des Herstellers nachschauen.

Der Wahnsinn hat „einen Namen“ Puma Youabian

Beschreiben kann man den Wahnsinn eigentlich nicht. Wo auch anfangen? Vielleicht beim Volvo C70, der im dritten Stock des Pumas verarbeitet wurde? Er spendiert Klappdach, Sitze und Interieur. Das ganze natürlich gepimped mit fetten Monitoren und anderen Laubsägearbeiten. Unter dem Blech – wobei, ist gar kein Blech, ist nur fucking fibreglass – geht es dann aber richtig rund: 7 Liter «racing inspired» Alu-V8. 505 PS, 640 Nm, 7000 Touren redline. Dazu Heckantrieb. Und 20 Zoll-Felgen. Mit 44-Zoll-Reifen.

Puma Youabian

© Bild: FREDERIC J. BROWN / AFP / Getty Images

Zentralverriegelung und Fußmatten inklusive

Das Beste am Youabian, oder am Puma, oder wie auch immer ist aber der Preis: Einskommaeins Millionen. Weder Lira noch Schilling, sondern tatsächlich US-Dollar. Der nette Herr am Stand erklärt dann, dass dies an der Manufakturfertigung liege. Weil Einzelstücke eben teurer herzustellen sein. Aha. Macht Sinn. Und überhaupt: «It incorporates the most technologically advanced features offered in the automotive industry.» Dinge wie vier Sitze, Zentralverriegelung, Fußmatten und Wegfahrsperre.

Puma Youabian

© Bild: David McNew / Getty Images

Seiner Zeit voraus?

Wahrscheinlich verstehen wir den Puma aber einfach nicht: «It’s for those who go a step beyond achieving and dreaming the best that they can be.» Doch wir sind eben keine Amerikaner…

Video: Youabian Puma

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  • Der Schwedenkönig

    Die Idee eines grossen SUV-Cabrios finde ich attraktiv, vor allem als Alternative zu all den wirklich unnötigen „Sport“wagen in der Preisklasse der Luxusautos.
    So ein Konzept ist eigentlich schon längst überfällig.
    Die Umsetzung im konkreten Fall natürlich fragwürdig.
    Im Fall Murano Crosscabrio übrigens auch.
    Und der kommende Evoque wird ebensowenig eine Stilikone werden.

  • stq66

    Das Design ist etwas – ahem – organisch? Aber mich erinnert er eher an den RCZ als an einen 307CC.
    Schön ist, dass es wenigstens immer noch Car-Nerds gibt, die etwas selbst auf die Beine stellen.
    Aber hätte ich das Geld, würde ich nie 1 Mio. für dieses Ding ausgeben. Da find ich ja einen Veyron noch „sinnvoller“. Wenn auch vermutlich schon inflationär in der Stückzahl ggü. diesem Puma.

  • Manuela Reiterer

    Der sieht aus wie ein Pokemon,
    aber hässlich find ich ihn nicht, eher ungewöhnlich.

  • schuhdaecher

    Was stört auch jetzt an den Auto? Das ist dich genau die Linie die autorevue seit einiger Zeit ausschließlich verfolgt: viel PS und heckantrieb…

  • ChV.

    Was heißt hier unnötig? Was ist denn schon nötig? Wenn’s jemandem Spaß macht, ist’s nötig. Aber ein langgehegter Traum? Sieht aus wie Peugeot 307 CC vergeht sich an Porsche Boxter und wird dann von HUmmer H1 gefressen… Geht das Ding wenigstens ordentlich im Gelände? Wo ihn das Video zeigt, komme ich mit meinem 1996er Cinquecemto auch weiter, am Strand läßt ihn wahrscheinlich ein Empi Imp Buggy stehen, im echten Gelände ein Puch Pinzgauer oder sogar ein G sowieso. Aber nicht fragwürdiger als ein Ferrari-Strandwagen.

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