PSA-Markenchef Maxime Picat führte Gespräche über "neue Kooperationen" mit Iranchodro.
 

PSA will Aktivitäten im Iran wieder aufnehmen

PSA-Markenchef Maxime Picat verhandelte mit seinem langjährigen Handelspartner Iranchodro über „neue Kooperationen“.

05.05.2014 APA

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen verhandelt über eine Rückkehr in den Iran. PSA-Markenchef Maxime Picat habe eine Reihe von Gesprächen mit seinem langjährigen Handelspartner Iranchodro über „neue Kooperationen“ geführt, berichtete die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Montag. Dabei sei es um ein Wiederanknüpfen an vergangene Aktivitäten von PSA gegangen, um Technologietransfer, gemeinsamen Fahrzeugbau und die Ausfuhr von im Iran gebauten Fahrzeugen über das Vertriebsnetz des französischen Konzerns.

PSA-Einnahmen nach Rückzug aus Iran 2012 deutlich geschrumpft

Peugeot, seit 1990 im Iran präsent, war lange Zeit ein wichtiger Partner von Iranchodro und hatte einen bedeutenden Anteil am iranischen Automarkt. Gebaut wurden dort die Modelle 405 und 206. Nach der Verhängung neuer westlicher Sanktionen wegen der umstrittenen iranischen Atompolitik zog sich PSA 2012 aus dem Land zurück. Daraufhin gingen die Einnahmen des Unternehmens deutlich zurück.

Sanktionen gegen iranische Autoindustrie aufgehoben

Nach dem Inkrafttreten des Atomabkommens zwischen dem Iran und der sogenannten 5+1-Gruppe im Jänner dieses Jahres waren die Sanktionen gegen die iranische Autoindustrie aufgehoben worden. Das Land mit 77 Millionen Einwohnern ist ein wichtiger Markt für die Automobilbranche. Nach einem Rückgang der örtlichen Produktion von 1,6 Millionen Fahrzeugen 2011 auf 800.000 im Jahr 2013 infolge der Sanktionen wird nun binnen weniger Jahre die Zwei-Millionen-Marke angestrebt.

Mehr zum Thema
pixel