Protestmarsch von PSA Citroen Peugeot Angestellten, wegen der Schließung des Werks in Aulnay
Der Protestmarsch der Werksarbeiter am 18. März 2013
 

Im PSA-Werk gehen die Lichter aus

2012 wurde die Schließung des PSA Peugeot-Citroen-Werks in Aulnay-sous-Bois in der Nähe von Paris bekannt. Kommenden Freitag wird der letzte Neuwagen vom Band laufen.

18.10.2013 APA

 

Die Nachricht über die Schließung des traditionsreichen Peugeot-Citroen-Werk in Aulnay-sous-Bois in der Nähe von Paris wurde schon 2012 bekannt gegeben. Nun ist es soweit, kommenden Freitag wird der letzte fabrikneue Wagen vom Band laufen. Bis zur endgültigen Schließung des Werks im kommenden Jahr würden dort nur noch Einzelteile gefertigt. Aulnay ist die erste Autofabrik seit 20 Jahren, die in Frankreich geschlossen wird.

Bis Mai 2014 sollen 11.200 Stellen abgebaut sein

PSA Peugeot Citroën hatte im Juli 2012 bekanntgegeben, das traditionsreiche Werk mit zu diesem Zeitpunkt 3.000 unbefristet angestellten Arbeitern zu schließen. Der kriselnde Autobauer hat einen harten Sparplan aufgelegt und will bis Mai 2014 insgesamt 11.200 Stellen streichen. Zwischen Jänner und Mai dieses Jahres legte ein Streik das Werk lahm. Nach Angaben von PSA haben inzwischen 2.000 Arbeiter die Fabrik verlassen – sie wurden in ein anderes PSA-Werk versetzt, fanden einen neuen Arbeitgeber oder gingen in den vorzeitigen Ruhestand.

1.000 Arbeiter noch ohne Lösung

Für die verbleibenden 1.000 Arbeiter sollen vergleichbare Lösungen gefunden werden. Sollte es keine einvernehmliche Lösung geben, könnten ab dem 1. April die ersten Kündigungen verschickt werden.

PSA schwer in der Krise

PSA Peugeot Citroën leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt, wo der Konzern nach wie vor den Großteil seiner Fahrzeuge verkauft. 2012 brach der Absatz von Fahrzeugen des Konzerns weltweit um 16,5 Prozent ein, PSA musste den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte verkraften.

 

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