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Varin ging, Tavares kam - und will PSA zurück ins Rennen schicken.
 

PSA-Aktionäre stimmten für Dongfeng-Einstieg

Die PSA-Aktionäre stimmten am Freitag nahezu geschlossen für eine Kapitalerhöhung – Dongfeng und der französische Staat werden mit jeweils 800 Mio. Euro einsteigen

25.04.2014 APA

Am Freitag stimmten die Aktionäre des kriselnden französischen Konzern PSA Peugeot Citroën nahezu geschlossen für eine Kapitalerhöhung von insgesamt 3 Mrd. Euro. Der Weg für einen Kapitaleinstieg des chinesischen Autobauers Dongfeng ist somit endgültig frei. Dongfeng und der französische Staat werden mit jeweils 800 Mio. Euro beim Autohersteller einsteigen.

Kapitalerhöhung in 2 Etappen

Die Kapitalerhöhung von PSA soll sich in zwei Etappen vollziehen: Zunächst werden Dongfeng und der französische Staat für zusammen 1,048 Mrd. Euro PSA-Aktien erwerben, zu einem Preis von 7,50 Euro pro Aktie. Später sollen allen Aktionären – auch Dongfeng und dem Staat – neue Anteile im Wert von zusammen 1,952 Mrd. Euro angeboten werden. Dongfeng und Paris werden letztlich jeweils 14 Prozent der PSA-Anteile halten, soviel wie die Gründerfamilie Peugeot. Mit der Kapitalerhöhung könnte schon kommende Woche begonnen werden.

„Neues Kapitel in der Geschichte“ von PSA

Vor der Abstimmung über die Kapitalerhöhung sprach der scheidende PSA-Aufsichtsratschef Thierry Peugeot vor den rund 400 Aktionären von einem „neuen Kapitel in der Geschichte“ des Unternehmens. Die Kapitalerhöhung werde es dem Konzern erlauben, einen „ehrgeizigen Strategieplan zu finanzieren und die finanzielle Situation von PSA ebenso wie sein Kreditprofil zu verbessern“.

Absatzeinbruch in Europa macht PSA zu schaffen

PSA Peugeot Citroën steckt seit Jahren in der Krise. Der Konzern leidet besonders unter dem Einbruch des Absatzes in Europa, seinem wichtigsten Markt. Im vergangenen Jahr musste der Konzern einen Verlust von 2,3 Mrd. Euro verkraften – nach einem Rekordverlust von 5 Mrd. Euro 2012.

Neuer PSA-Chef Tavares will Konzern wieder rentabel machen

PSA hat bereits einen drastischen Sparplan aufgelegt, der die Streichung von 11.200 Stellen vorsieht. Mitte April stellte der neue Konzernchef Carlos Tavares sein Strategie-Papier „Back in the race“ (deutsch: „Zurück im Rennen“) für die Jahre 2014 bis 2018 vor, mit dem der Konzern wieder profitabel gemacht werden soll. PSA will unter anderem das Profil seiner Marken stärken, weniger Modelle anbieten, weiter sparen und mehr Autos in China verkaufen.

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