Lightweight Racer Prototipo Ducati Hypermotard Plassnikmotos Motorradtouren in Kärnten
138 Kilogramm, 100 PS, 115 Newtonmeter – die Prototipo.
 

Prototipo: Lightweight Racer aus Kärnten

Der Prototipo war das Matura-Projekt von Thomas (20), Lukas (20) und Ricardo (19). Die Rennstrecke das Maß der Dinge.

23.01.2014 Online Redaktion

Das Ziel war, ein Motorrad für die Rennstrecke zu entwerfen und sich dabei auf die Gewichtsreduktion zu konzentrieren – so entstand die Prototipo. Ein 138 Kilogramm leichter Racer mit 100 PS und 115 Newtonmeter, der auf einem Ducati Hypermotard basiert. Für dieses Ergebnis haben Lukas Herbst, Thomas Gausterer und Ricardo Mitterer natürlich Bestnoten bekommen.

Zum Vergleich: Auftraggeber und Sponsor war die Firma Plassnikmotos. Inhaber Franz Plassnik fährt auf der Rennstrecke ein Motorrad, das zwar 185 PS an das Hinterrad schickt, aber eben auch 175 Kilogramm wiegt.

Ein Lightweight Racer als Ziel

Um diese Gewichtsersparnis zu erreichen musste das Grundlayout von Rahmen und Auspuff kräftig verändert werden. Außerdem flog eine Vielzahl von Teilen ersatzlos raus. In der Boxengasse hat das den Vorteil, dass ein Serviceteam sehr viel einfacher an die reparaturbedürftigen Stellen heran kommt.

Lightweight Racer Prototipo Ducati Hypermotard Plassnikmotos Motorradtouren in Kärnten

Prototipo – der Lightweight Racer ein Richter auf der Strecke.

Das Matura-Team hat schnell gelernt, an welche Grenzen Hersteller bei der Gewichtseinsparung stoßen. An die finanziellen Grenzen. Die ersten Kilogramm sind schnell eingespart, im Detail, also dort, wo sich die Spreu vom Weizen trennt, wird es aber extrem teuer. Etwa 30.000 Euro hat dieses Matura-Abschlussarbeit gekostet.

Kein Wunder. Die Zubehörteile stammen von Herstellern wie Öhlins, Rexxer, Arrow und Fuchs. Fünf Kilogramm und zwanzig PS könnten begabte Tüftler noch rausholen – für etwa 10.000 Euro Materialeinsatz. Apropos: Franz Plassnik ist übrigens bereit die Prototipo zu verkaufen.

Rennen fahren mit der Prototipo

Die Frage ist natürlich: An welchen Rennen darf der Lightweight Racer teilnehmen? An der Ducati-Challenge. Ganz klar. Dieser Lightweight-Racer basiert schließlich auf einer Hypermotard. Viele Teile konnten von den Italienern übernommen werden – auch wenn sie stark verändert wurden.

Aber auch Serien, die für alle Marken offen sind können in Angriff genommen werde. Der Prototipo ist ein luftgekühlter Zweizylinder. Rennserien mit entsprechendem Reglement gibt es unter anderem in Frankreich, England, Italien und Holland.

Welche Teile genau rausflogen, was jeder beim Thema Leichtbau unterschätzt und wie sich das Motorrad auf der Rennstrecke fährt im Vergleich zu stärkeren (aber schwereren) Eisen können Sie in der aktuellen Autorevue 02/2014 lesen. Ab 24. Jänner in der Trafik.

Unterwegs in Kärnten

Die Firma Plassnikmotos ist übrigens ein Ducati-Händler in Kärnten (Steindorf am Ossiacher See). Kärnten ist der Beweis dafür, dass Gott ein Motorradfahrer sein muss, sonst hätte er nicht solche Straßen und Landschaften kombiniert. Franz Plassnik hat diesen Umstand genutzt und für alle Freunde des gepflegten Reisens gleich einen Tourenführer geschrieben. Unser Tipp für den Sommer. Der wird kommen. Gott ist Motorradfahrer:

Lightweight Racer Prototipo Ducati Hypermotard Plassnikmotos Motorradtouren in Kärnten

Motorradtouren von Franz Plassnik. Ein Reiseführer.

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