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Nur In Frankreich stiegen die Autoverläufe im Februar nicht.
 

Preiskämpfe treiben Zulassungszahlen in Europa nach oben

Im Februar wurden in der EU um 8 Prozent mehr Autos neu zugelassen als im Vorjahr – Rabatte trieben Pkw-Nachfrage den 6. Monat in Folge nach oben

18.03.2014 APA

Der europäische Automarkt erholt sich. Im Februar 2014 kamen 861.000 Fahrzeuge neu auf die Straßen in der Europäischen Union, das sind 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bis auf Frankreich wuchsen die Verkäufe in allen großen Ländern. Angetrieben durch Preisabschläge legte die Pkw-Nachfrage den sechsten Monat in Folge zu. Aufatmen können die Autobauer aber noch nicht: Trotz der Steigerung sei der vergangene Monat immer noch der zweitschlechteste Februar seit gut zehn Jahren gewesen, teilte der Herstellerverband ACEA am Dienstag mit.

Plus von 30,2 Prozent in Österreich

Für Österreich wies ACEA ein Riesenplus von 30,2 Prozent aus. Demnach wurden im Februar 27.589 Autos zugelassen, nach 21.196 ein Jahr davor. Der sprunghafte Anstieg ist zum Gutteil auf die Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer und der Normverbrauchsabgabe (NoVA) per 1. März zurückzuführen, die das Steuerpaket der Regierung mit sich brachte. Jänner und Februar zusammengerechnet ergab sich hierzulande ein Absatzplus von 5,4 Prozent.

Preiskampf treibt Zulassungszahlen nach oben

Der europaweite Anstieg der Zulassungszahlen sei teuer erkauft, sagte Peter Fuß von Ernst & Young (EY). So halte Spanien den Markt durch eine Verschrottungsprämie künstlich auf hohem Niveau. In Deutschland sorge eine ruinöse Rabattschlacht zwar für steigende Verkäufe, die Margen sänken jedoch, fügte der Automobilexperte und Partner der Unternehmensberatung hinzu. Angeheizt werde der Preiskampf noch durch den Ausverkauf von Chevrolet. Der amerikanische Mutterkonzern General Motors hatte unlängst den Rückzug der US-Ikone aus Europa beschlossen, um seiner Europa-Tochter Opel mehr Freiraum zum Überleben zu geben. Opel nutzte diese Vorlage und verkaufte zusammen mit der britischen Schwester Vauxhall im Februar 16 Prozent mehr Autos als vor Jahresfrist. Bei Chevrolet schrumpfte der Absatz dagegen um sechs Prozent.

Massenhersteller kommen aus dem „Überlebensmodus“

Die Erholung des Marktes kommt nach Meinung von Analysten für viele Massenhersteller noch rechtzeitig. Diese könnten sich nun aus dem Überlebensmodus lösen und erhielten wieder mehr Spielraum, sagte Carlos Da Silva von IHS Automotive. Allerdings komme der Anstieg auch deshalb zustande, weil die Pkw-Nachfrage zuvor so tief in den Keller gerutscht sei. Von der Erholung konnten nicht alle Marken gleichermaßen profitieren. Der angeschlagene Hersteller Peugeot etwa schraubte die Verkaufszahlen seiner Kernmarke mit dem Löwen zwar um knapp sieben Prozent nach oben. Die Schwestermarke Citroen schrumpfte jedoch leicht. Beim französischen Lokalrivalen Renault profitierte vor allem die Billigtochter Dacia. Deren Neuzulassungen schnellten um 34 Prozent empor. Renault selbst konnte seine Verkäufe nur um knapp vier Prozent steigern.

VW verkaufte als einzige große Marke im Februar weniger Autos

Als einzige große Marke verkaufte VW im Februar weniger Fahrzeuge. Allerdings hielt sich das Minus mit 0,6 Prozent in Grenzen. Dank der Zuwächse bei Audi, Seat und Skoda steigerte der Volkswagen-Konzern den Absatz insgesamt um acht Prozent. Ford brachte zwölf Prozent mehr von seinen Wagen an die Kunden als vor einem Jahr. Die Premiumhersteller BMW und Daimler legten ebenfalls zu, jedoch nicht so stark wie einige Massenhersteller.

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