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Die Aufsichtsratsmitglieder werden auf 1,8 Mrd. Euro verklagt.
 

Porsche/Volkswagen: 1,8 Mrd. Euro Klage gegen Piech und Porsche

Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch wurden von Elliott Associates persönlich auf 1,8 Milliarden Euro Schadensersatz geklagt

02.02.2014 APA

Die Übernahme Porsche durch Volkswagen vor sechs Jahren von zieht noch immer rechtliche Konsequenzen nach sich. Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch wurden von Elliott Associates persönlich auf 1,8 Milliarden Euro Schadensersatz geklagt, das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Porsche vermutet taktisches Kalkül dahinter

Ein Sprecher des Stuttgarter Autobauers bestätigte den Bericht und betonte, dass Elliott die Dachgesellschaft Porsche SE (PSE) schon 2012 auf diese Summe verklagt habe. „Aus unserer Sicht dient die neue Klage allein prozesstaktischen Gründen und zielt darauf ab, Druck aufzubauen“, sagte er. „Weder die betroffenen Aufsichtsratsmitglieder noch die Porsche SE lassen sich davon beeindrucken.“

Zivilklage gegen Piëch

Die sieben Hedgefonds um Elliott klagen vor dem Landgericht Hannover gegen die PSE. Ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest, sagte der Porsche-Sprecher. Die nun bekanntgewordene Zivilklage gegen PSE-Aufsichtsratschef Porsche und Aufsichtsratsmitglied Piëch sei im Herbst 2013 am Landgericht Frankfurt am Main eingereicht worden.

Vorwurf an Cousins

Die Kläger begründen ihre Klage den Angaben nach damit, dass die beiden Cousins an sämtlichen Entscheidungen der PSE beim Aufbau der VW-Beteiligung in den Jahren 2005 bis 2008 beteiligt gewesen seien. Am Frankfurter Gericht war am Sonntag zunächst niemand für Nachfragen zu erreichen.

Komplexer Fall

An anderen Gerichten sind noch weitere Verfahren anhängig. Bisher haben Privatanleger und Hedgefonds Porsche und VW auf Schadensersatz in Höhe von insgesamt 5,7 Mrd. Euro verklagt. Der Hintergrund der Rechtsstreitigkeiten ist komplex. Die Anleger hatten bei der Übernahmeschlacht, die mehrfach überraschende Wendungen nahm, zum Teil viel Geld verloren und halten den Beteiligten vor, Informationen verheimlicht zu haben. Damals wollte Porsche Volkswagen übernehmen, heute gehört der Sportwagenbauer zum deutlich größeren VW-Konzern.

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  • Ravenbird

    Man wird das Gefühl nicht los, daß es nur mehr Lumpen und Gauner gibt auf dieser Welt.
    Daß damals Aktienkurse und somit die Bewertung eines ganzen Konzerns rauf und runter gegangen sind, wie es normalerweise nicht möglich wäre, vermute ich dahinter „innovative“ Verfahrensweisen der Beteiligten.
    Ich jedenfalls fahre seither keine Fahrzeuge aus den Hauptbeteiligten Konzernen mehr und würde das auch nie wieder tun.
    Alleine schon die „Monatseinkommen“ der Hauptakteure bewegen sich in Regionen, die ich als überdimensional abgehoben, wenn nicht als asozial bezeichnen möchte und das in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und sozialer Kälte.
    Pfui Teufel, VW, Porsche, Audi, Seat, Skoda.
    Noch etwas muß ich als Nachkomme eines vertriebenen Sudetendeutschen erwähnen:
    Die Benesch-Dekrete sind immer noch gültig! Und das innerhalb der EU. Und da soll ich einen Skoda kaufen?
    Niemals!
    Aber das scheint Figuren wie Piech & Co des Geldes wegen auch nicht zu interessieren.

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