Porsche-Preis der TU Wien geht an Scania
Scania erhält Porsche-Preis
 

Porsche-Preis geht an Scania

Das Technikerteam rund um Magnus MackAldener gewinnt

09.06.2013 APA

 

Die Technische Universität (TU) Wien hat heuer den Porsche-Preis an Magnus MackAldener und sein Team von der Firma Scania verliehen. Sie erhalten die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für die Entwicklung eines kompakten Abgasnachbehandlungssystems. Der 1976 von Louise Piech-Porsche gestiftete Preis wird im Abstand von zwei Jahren an Personen verliehen, die sich durch besonders herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugentwicklung ausgezeichnet haben, teilte die TU am Freitag mit.

Neues Abgasnachbehandlungssystem von Scania

Die diesjährigen Preisträger haben ein Abgasnachbehandlungssystem entwickelt, das durch eine extrem kompakte Konstruktionsweise genauso wenig Platz wie die Vorgängersysteme benötigt, aber die EURO VI-Abgasnorm für schwere Nutzfahrzeuge erfüllt. Seit 1. Jänner 2013 gilt europaweit die extrem strenge EURO VI-Abgasnorm bei der Typprüfung, die eine weitere Halbierung des Schadstoffausstoßes und erstmals auch eine Begrenzung der Partikelanzahl vorschreibt. Schwere Nutzfahrzeuge müssen daher mit sehr effektiven Partikelfiltern ausgestattet werden, wie das bei Diesel-Pkws bereits der Fall ist.

Magnus promovierte 2001 an der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm im Fach Maschinenbau. Seither arbeitete er beim schwedischen Fahrzeughersteller Scania in unterschiedlichen Bereichen: Er beschäftigte sich mit Motoren, mit Fahrgestellen und mit Treibstoffzufuhr. Derzeit ist er Senior Manager für Treibstoffnachbehandlung und Motorenentwicklung.

Mehr zum Thema
  • Aura

    Na bitte, da werden sich die Scania Kunden aber freuen. Dieses kompakte Abgasnachbehandlungsystem ist in einem einzigen „Auspufftopf“ zusammengefasst und kostet nach meiner Info € 18.000,– netto. Nach dem Motor das zweitteuerste Ersatzteil

    • Marcus Lang

      Wenn es reicht, einen fertig konstruierten LKW mit diesem kompakten „Topf“ nachzurüsten, und schon ist er „EURO VI“-tauglich, dann macht sich das für die Kunden in günstigen Verkaufspreisen bemerkbar. Ob so ein System im Lauf eines LKW-Lebens vielleicht alle 10 Jahre getauscht werden muß, weiß ich nicht. Eine komplette Umkonstruktion eines LKW wegen Euro 6 würde mit viel mehr als 18.000 zu buche schlagen – wenn die von Ihnen genannte Summe überhaupt im Neupreis zur Gänze durchschlägt.

    • Aura

      Grundsätzlich richtig. Für Nachrüstmöglichkeiten ist es wohl noch zu bald.
      Mein Kommentar bezog sich auf Neufahrzeuge, bei denen dieser Topf an exponierter Stelle angebracht ist. Im Fernverkehr wohl kein Problem, aber auf Baustellen, Steinbrüchen, etc. wohl ein bissl tragisch. Mal abwarten, wie heiß diese Suppe in der Praxis gegessen wird.

pixel