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Porsche Boxster Spyder 2015 – Eine große Frage bleibt offen

Manche Dinge muss man nicht verstehen, zum Beispiel, warum bei einem Auto, das so gut klingt wie der neue Porsche Boxster Spyder, das Abnehmen des Verdecks so mühsam ist.

01.07.2015 Press Inform

Beim neuen Porsche Boxster Spyder wird schon auf den ersten Metern deutlich, dass jedes einzelne Kilogramm – der insgesamt 1.390 – perfekt im Fahrzeug untergebracht und zu einer phantastischen Balance verschmolzen wurde. Ob Kurven, Geraden oder auch die eine oder andere Unebenheit – der 375-PS-Porsche frisst sie alle mit lautem Getöse. Besonders jedoch in Kurven spielt der 3,8 Liter-Mittelmotor-Sportler seine Stärken aus. Dank der elektromechanischen Servolenkung und hervorragend dosierbaren Bremsen lässt er sich vor jeder Kurve präzise positionieren und einlenken. Damit das sensible Heck beim zu starken Herausbeschleunigen keinen Extraschlenker macht, dafür sorgt die Porsche eigene Traktionskontrolle PSM. Was beim manuell geschalteten Boxster Spyder nahezu ein Muss ist, ist das Aktivieren nicht nur der zuschaltbaren Resonanzklappe, sondern des Sport-Plus-Modus. Erst jetzt erfährt jedes Herunterschalten einen automatischen Zwischengasstoß, der nicht nur gut klingt, sondern vor allem die Drehzahl in die korrekte Höhe treibt. Das Ergebnis ist schnell erklärt: Kein Ruckeln mehr beim Schaltvorgang. Tempo 100 erreicht man in 4,5 Sekunden, bei 290 km/h ist der Sportler dann abgeriegelt.

TestDriven zeigt uns wie man das Verdeck des neuen Porsche Boxster Spyder öffnet

Abzüge gibt es beim Verdecksystem

Nervig ist beim Boxter Spyder eigentlich nur eines, das Verdecksystem. Hat Porsche in der jüngsten Vergangenheit noch mit dem Öffnungs- und Schließmechanismus beim Targa für weltweites Aufsehen gesorgt, dürfte das händische werkeln so manch potenziellen Kunden vom Kauf abhalten. Einen Mechanismus zu präsentieren, der beim Schließen im besten Falle drei Hände benötigt, ist leider am Ziel vorbei geschossen und in dieser Zielgruppe vielleicht auch nicht gerade gern gesehen.

Und so klingt der neue Porsche Boxster Spyder

Der Preis des neuen Porsche Boxter Spyder in Österreich

Der Innenraum ist schnell erklärt. Zwei Sportsitze, die vom ersten Moment an für perfekten Halt sorgen. Zahllose Schalter und Knöpfe, die aber alle irgendwie ihre Berechtigung zu haben scheinen – das war es. Viel Platz für Extrawünsche ist hier nicht. Ist bei der Konfiguration des neuen Porsche Boxter Spyder fast alles angekreuzt, was es anzukreuzen gibt, sind eigentliche keine Wünsche mehr offen und unterm Strich über 120.000 Euro zu zahlen. An die Sonderausstattung wie Leder-Alcantara-Sitze und das Sport Chrono Paket lässt es sich sehr schnell gewöhnen. Übrigens der Einstiegspreis beträgt 100.781 Euro (inkl. NoVA und MwSt.) und der Normverbrauch auf 100 Kilometer soll bei 9,9 Litern liegen.

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