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Vorstellung: Porsche 911 Turbo S

S bedeutet: Konzentrationsverdichtung durch höheren Ladedruck und eine Anreicherung um alles, was gut und teuer ist.

23.07.2010 Autorevue Magazin

In der langen Turbo-Geschichte des 911 (seit 1974) waren S-Modelle eher Einzelerscheinungen: 1992 legte Porsche erstmals eine Turbo-S-Kleinstserie des 964 auf, eine Straßenversion des Hurley-Haywood-Wagens aus der Supercar-Rennserie, die 381 PS hatte und 180 Kilo weniger wog als der normale Turbo. Es wurden nur 85 Stück gebaut, der Kultstatus war vorprogrammiert, diese ersten Turbo S werden heute (falls überhaupt) für ein Vermögen gehandelt. Auch vom 993 gab es dann eine verschärfte und mit allem Luxus ausgestattete Turbo-S-Aus­baustufe mit 450 PS, die 996er-Version blieb auf diesem ­Leistungslevel und kam erstmals auch offen auf den Markt.

Auch den aktuellen 911 Turbo S gibt’s als Coupé und Cabrio, wobei man vor allem bei letzterem auch als Fahrer die intensivere Vertonung des um 30 PS angereicherten Bi-Turbo-Boxermotors zu hören kriegt. Die Leistungssteigerung hat Porsche durch eine veränderte Einlassventil-Steuerung und die Erhöhung des Drucks in den VGT-Ladern auf 1,2 bar (1,0 bar beim Turbo) erreicht. Korrespondierend zu den nun 530 PS liefert der Turbo S auch entsprechend mehr Dreh­moment. Zwischen 2100 und 4250 Touren stehen brachiale 700 Nm an, die das Fahren des Turbo S gefühlsmäßig noch kräftiger färben. Gleichzeitig wurden gegenüber dem normalen Turbo zehn Kilo Gewicht eingespart.

Damit sich all das Fett auch perfekt auf die Straße bringen lässt, hat Porsche alle Performance-Unterstützungs-Tools, die für den Turbo als Extras zu bestellen sind, fix in den S ­gepackt. Das Torque Vectoring System (PTV) zum Beispiel lässt einen durch die mecha­nische Quersperre und die ­variable Momentverteilung an der Hinterachse Kurven noch schneller und präziser nehmen. Das Sport Chrono-Paket erlaubt es, das 7-Gang-PDK und die Fahrdynamik-Systeme einer sportlichen oder extrasportlichen Gangart anzupassen. Du hast im Turbo S also auch in echt anspruchsvollen Passagen einen guten Verbündeten, der bei dir bleibt, solange es geht.

Zur Serienausstattung des Turbo S gehören auch dyna­misches Kurvenlicht, 19-Zoll-Räder mit Zentralverschluss und höchst effektiven Keramik-Bremsen. Die Leder-Sportsitze sind in zwei extra für den Turbo S entworfenen Farbkombinationen erhältlich: Zur Grundfarbe Schwarz kann man zwischen den Kontrastfarben Creme oder Titanblau wählen.

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