Porsche911Turbo1
 

Porsche 911 Turbo S – Über drüber

Neues Topmodell in der 911er Reihe: der Porsche 911 Turbo S. Mehr von allem.

06.05.2010 Online Redaktion

Im Herbst 2009 war es soweit. Ein neu entwickelter Motor hielt in der 911er Baureihe Einzug – Benzin-Direkteinspritzung und Biturboaufladung. Für die Erweiterung der Palette nach oben wurde der 3,8-Liter-Sechszylinder jetzt nachgeschärft. Das „S“ am Namensende verdienen sich Coupé und Cabrio durch eine angepasste Steuerung der Einlassventile und eine Erhöhung des Ladedrucks um 0,2 auf 1,2 bar. Macht in Summe +30 PS und +50 Newtonmeter – jetzt 530 PS (zwischen 6250 und 6750 Umdrehungen) und 700 Newtonmeter (zwischen 2100 und 4250 Touren).

Um die Power zu kontrollieren stehen dem Fahrer ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe samt Schaltpaddles am Sportlenkrad und Allradantrieb zur Verfügung. Die Gänge eins bis sechs sind sportlich kurz übersetzt. Die Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h wird bereits im sechsten Gang erreicht, der siebte ist für Autobahnetappen länger übersetzt und soll helfen Sprit zu sparen. Die „Negativbeschleunigung“, so der Porsche-Techniksprech für „bremsen“, wird von einer Keramik-Bremsanlage organisiert.

Der Allradantrieb wird im 911 Turbo S serienmäßig mit dem Porsche Torque Vectoring System kombiniert.

Eine mechanische Hinterachssperre mit variabler Momentverteilung sorgt für Bremseingriff am kurveninneren Rad. Auskenner können das System auch deaktivieren.

Ebenfalls serienmäßig ist das Sport Chrono Paket, das die Einstellungen Sport und Sportplus erlaubt. Damit werden die Kennfelder der verschiedenen Assistenzsysteme – Porsche Traktion-, Stability- und Active Suspension-Management (BTM, PSM, PASM) – mehr Richtung Dynamik verschoben.

Integriert sind außerdem variable Motorlager. Mittels magnetisierbarer Flüssigkeit verändern sich Steifigkeit und Dämpfung. Sprich: beim starken Beschleunigen verbinden sich Motor und Fahrzeug sehr steif miteinander. Störende Eigenbewegungen der Motormasse werden minimiert. Bei ruhiger Geradeausfahrt werden durch weniger Steifigkeit Fahr- und Geräuschkomfort gesteigert.

Der ersten Porsche 911 S wurde auf dem Genfer Automobilsalon 1992 gezeigt – 381 PS dank Turboaufladung. Kostenpunkt damals: 295.000 Mark. Also rund 2,1 Millionen Schilling. Das jüngste Topmodell der Baureihe kommt ab Juni 2010 für 207.200,– Euro, wenn man das Coupé will. Wer lieber oben ohne fährt, muss 220.600,– Euro investieren.

Mehr zum Thema
pixel