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© dpa / Daniel Karmann
 

Politiker fordern weitere Rücktritte beim ADAC

Immer mehr Kritiker sind für totalen Neuanfang.

11.02.2014 APA

Nach dem Rücktritt von ADAC-Präsident Peter Meyer und dem Nachweis weitreichender Manipulationen beim ADAC-Preis „Gelber Engel“ wird die Forderung nach umfassenden Konsequenzen lauter. Politiker und Experten verlangten Veränderungen in den Strukturen sowie weitere Rücktritte. In diesem Zusammenhang war schon am Montag der Name des ADAC-Geschäftsführers Karl Obermair gefallen.

„Ein Neuanfang kann nur sein, wenn das gesamte Präsidium zurücktritt“, sagte der Vorsitzende des deutschen Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), dem ARD-„Morgenmagazin“ am Dienstag. Das sei bisher nicht der Fall. Burkert forderte vom ADAC den Nachweis, in anderen, „sicherheitsrelevanten“ Bereichen – beispielsweise bei Qualitätssiegeln – nicht betrogen zu haben. „Das wäre ein Skandal, der den ADAC wahrscheinlich völlig zerstören würde.“

Die Linkspartei verlangte den Rücktritt des gesamten ADAC-Managements

„Der ADAC hat nicht einmal vor Fälschungen zurückgeschreckt. Das ist Verbrauchertäuschung“, sagte die Vize-Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Caren Lay, dem „Handelsblatt Online“ (Dienstag). „Jetzt sollte das gesamte Management zurücktreten, um den Weg für einen Neustart freizumachen.“

Der Autoclub hatte am Montag eingestanden, dass bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ 2014 nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern auch die Rangfolge gefälscht worden war. Die Unternehmensberatung Deloitte hatte die Zahlen geprüft.

Kritiker fordern kompletten Neuanfang

Nun setzen die externen Prüfer ihre Arbeit fort. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass auch in den Vorjahren manipuliert wurde. Immer mehr Kritiker fordern nun einen radikalen Neuanfang auch bei den Strukturen des ADAC. Dabei geht es auch um die Frage, ob der ADAC mit seinen mehr als 18 Millionen Mitgliedern weiterhin als Verein geführt werden kann. Bisher will der Autoclub daran nicht rütteln, sondern sich mit einem Zehn-Punkte-Plan reformieren.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach sich unterdessen für eine weibliche Nachfolge für Präsident Meyer aus. „Der ADAC sollte eine Frau zur Vorsitzenden machen“, sagte er der „Braunschweiger Zeitung“ (Dienstagsausgabe). „Das wäre eine Revolution, die auf fruchtbaren Boden fallen würde.“

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  • Ravenbird

    Die Politik fordert…
    Ich halte das im Kopf nicht aus. Genau jene A…löcher, die jetzt das Maul aufreißen, sind mit ihrer grenzenlosen Inkompetenz schuld an diesen Zuständen.
    Ich möchte das Wort „Betrug“ nicht in den Mund nehmen, aber der ADAC hat mit diversen Lumpereien einigen dieser famosen Damen und Herren zu ihren Pfründen verholfen. Natürlich auf dem Buckel der Autofahrer.
    Wenn ich an den E10-Mist denke, der dank eines inferioren Berlakovic beinahe auch unsere Autos in Österreich ruiniert hätte, wird mir schlecht.
    Ich fordere auch was: Politiker raus aus dem Parlament und für eine Woche pro Monat an jene Arbeitsstätten, die sie selbst für so gut bezahlt halten. Anleitungen dazu gibt der ORF, dessen Leute wissen ja genau, was ein Hackler in Österreich verdient.
    Die Politik fordert… wenn das mein letzter Beitrag ist, hats mich zerrissen.
    Schaun mer mal…

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