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Die bereits vereinbarte Zusammenarbeit wackelt
 

Zusammenarbeit von Peugeot und GM wackelt

Die vereinbarte Zusammenarbeit zwischen PSA mit seinem Konkurrenten GM soll noch einmal überdacht werden.

23.10.2013 APA

 

Die vereinbarte Zusammenarbeit zwischen dem französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen mit seinem Konkurrenten General Motors (GM) soll noch einmal überdacht werden. Die geplante Entwicklung einer gemeinsamen Plattform für Kleinwagen werde „aktuell überprüft“, teilte PSA am Mittwoch mit. Die Untersuchung „könnte dazu führen, dass die verkündete Höhe der jährlichen mittelfristigen Synergien (eine Milliarde Euro für PSA) nach unten korrigiert wird“. „Es wird deutlich, dass das wirtschaftliche Ziel schwierig zu erreichen sein wird“, erklärte das Unternehmen.

Geld sparen

Die Opel-Mutter GM und PSA hatten im Februar 2012 eine strategische Allianz geschlossen. GM stieg mit einem Anteil von sieben Prozent bei den kriselnden Franzosen ein. Die Konzerne einigten sich später darauf, drei Fahrzeug-Plattformen gemeinsam zu entwickeln. Zudem wollen die Konzerne durch den gemeinsamen Einkauf Geld sparen.

Gemeinsame Mini-Vans

Eines der drei Kooperationsprojekten könnte nun gar nicht erst aufgenommen werden. Vor rund drei Wochen hatten die Unternehmen allerdings den Start eines anderen Projekts verkündet: Opel und PSA sollen künftig gemeinsam Autos bauen. Vorgesehen ist die Fertigung von Mini-Vans für beide Hersteller am Opel-Standort im spanischen Saragossa.

Umsatz weiter gesunken

Der Umsatz im dritten Quartal sei um 3,7 Prozent auf 12,11 Mrd. Euro gesunken, teilte der Konzern Mittwochfrüh mit. In der Autosparte habe der Rückgang gar 5,8 Prozent auf 8,03 Mrd. Euro betragen. Für den schwächelnden Automarkt in Europa werde in diesem Jahr insgesamt ein Rückgang von 4 Prozent erwartet, hieß es zudem.

Interesse von Dongfeng und Frankreich

Der chinesische Staatskonzern Dongfeng und die französische Regierung wollten in die angeschlagene PSA jeweils 1,5 Mrd. Euro investieren, hieß es zuletzt. Im Gegenzug sollen sie einen Anteil von 30 bis 35 Prozent an dem Unternehmen erhalten.

 

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