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Der scheidende PSA-Chef Varin musste den Abbau von mehr als 11.000 Stellen, die Schließung eines Werks und Rekordverluste ankündigen - sein Nachfolger Tavares dürfte es etwas leichter haben.
 

PSA Peugeot Citroen wagt Umbruch als Ausweg aus der Krise

Der neue Chef Carlos Tavares und eine Kapitalerhöhung sollen PSA aus der Krise helfen – der Einstieg des zweitgrößten chinesischen Herstellers Dongfeng ist so gut wie sicher, auch die französische Regierung könnte sich beteiligen.

12.12.2013 APA

Der angeschlagene Autobauer PSA Peugeot Citroen will mit radikalen Änderungen den Ausweg aus der Krise finden. Mit einem neuen Chef und einer Kapitalerhöhung soll der Niedergang gestoppt werden – die wichtigsten Weichen sind bereits gestellt. Der Einstieg von Chinas zweitgrößtem Hersteller Dongfeng dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, auch die französische Regierung könnte sich beteiligen.

Carlos Tavares ab kommendem Jahr neuer PSA-Chef

Die Zeit von Philippe Varin als Chef von Europas zweitgrößtem Autobauer PSA Peugeot Citroen neigt sich dem Ende entgegen. Der erfolgreiche Abschluss von Verhandlungen über mögliche Kooperationen soll die letzte große Amtshandlung des 61 Jahre alten Varin werden. Mit dem früheren Renault-Manager Carlos Tavares steht der Nachfolger bereits bereit. Der 55-jährige Portugiese steigt zum 1. Jänner bei PSA ein und soll das Steuer im Laufe des Jahres übernehmen

Frankreich könnte sich mit knapp 18 Prozent beteiligen

Nach Informationen der „Financial Times“ wollen die Franzosen schon im ersten Quartal 2014 Jahres Vollzug mit ihrem chinesischen Joint-Venture-Partner vermelden. Angeblich geht es um drei bis vier Milliarden Euro, die PSA mit der Ausgabe neuer Aktien einsammeln will. Neben Dongfeng könnte sich auch der französischer Staat zu gleicher Höhe und damit mit knapp 18 Prozent beteiligen. Die Einmischung der Regierung gilt dabei als rein politisch begründet. Wie andere Traditionsmarken gelten Peugeot und Citroen in Frankreich als Nationalheiligtum, das nicht unter ausländische Kontrolle geraten sollte. Industrieminister Arnaud Montebourg ließ am Donnerstag wenig Zweifel daran, dass er in die Gespräche involviert ist. Die Allianz mit Dongfeng werde es PSA erlauben, wieder zu alter Stärke zurückzufinden, ließ er sich zitieren. Und natürlich werde PSA „französisch“ bleiben.

 

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