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Die Aktie von Peugeot ist um 5 Prozent gesunken.
 

Peugeot Aktien um 5 Prozent gefallen

Der französische Autohersteller Peugeot kommt nicht zur Ruhe, aufgrund von schwächeren Umsatzaussichten schreibt das Unternehmen 1,1 Mrd. Euro ab.

12.12.2013 APA

Nach dem Rückzug von Chevrolet aus Europa konnte sich der französische Autobauer Peugeot kurz über das Vertrauen seines Mutter-Konzerns General Motors freuen. Doch auf die Franzosen wartet der nächste Rückschlag, aufgrund von schwächeren Umsatzaussichten muss der Autohersteller 1,1 Mrd. Euro abschreiben.

Peugeot bestätigt Insider-Information

Die zuvor durchgesickerten Pläne einer Kapitalerhöhung bei PSA Peugeot Citroen wurden vom französischen Konzern bestätigt. Des Weiteren ist eine Milliarden-Abschreibung auf die Autosparte von PSA fixiert worden. Die Zusammenarbeit mit der Opel-Mutter General Motors wird zudem zusammengestrichen. Sie bringt deutlich weniger Einsparungen als zunächst erhofft.

Neue Aktien möglich

Auf der Suche nach frischem Geld und Wachstumsmöglichkeiten außerhalb Europas prüft PSA Industrieprojekte mit verschiedenen Partnern sowie die Ausgabe neuer Aktien. Als konkreten Gesprächspartner bestätigte der VW-Konkurrent den zweitgrößten chinesischen Hersteller Dongfeng. Es gebe aber noch keine Einigung.

Dongfeng und Frankreich vor Beteiligung

Nach Informationen der „Financial Times“ (Donnerstag) hofft PSA, schon im ersten Quartal des nächsten Jahres einen Vertrag mit den Chinesen abzuschließen. Dem Blatt zufolge soll die Kapitalerhöhung ein Volumen von drei bis vier Mrd. Euro haben. Neben Dongfeng könnte sich auch der französische Staat beteiligen.

1,1 Milliarden Abschreibung

Zusätzlichen Druck bringt dabei eine neue Milliarden-Belastung. Weil das Geschäft in Russland und Lateinamerika stockt und der starke Euro die Gewinne drückt, muss der PSA-Konzern rund 1,1 Mrd. Euro auf seine Autosparte abschreiben.

2012 mit 5,01 Mrd. Euro Verlust

Wegen der Absatzkrise in Europa stecken die Franzosen ohnehin in erheblichen Schwierigkeiten. Allein im Geschäftsjahr 2012 verbuchte der nach VW zweitgrößte europäische Hersteller einen Rekordverlust von 5,01 Mrd. Euro. Derzeit werden über 11.000 Jobs abgebaut.

Einfluss von GM und Peugeot könnte sinken

Immerhin ist der bisherige Partner General Motors (GM) laut PSA bereit, den Einstieg weiterer Anteilseigner zu befürworten – wenn dies der Allianz hilft. Die Opel-Muttergesellschaft ist derzeit mit sieben Prozent an PSA beteiligt. Neben den US-Amerikanern würde auch die Familie Peugeot durch eine Kapitalerhöhung an Einfluss verlieren und vermutlich auch ihre Sperrminorität einbüßen.

Keine gemeinsame Plattform für Kleinwagen

Ein wichtiges Allianz-Projekt ist allerdings bereits endgültig gestorben: Die ursprünglich geplante gemeinsame Entwicklung einer Plattform für Kleinwagen ist vom Tisch. An der gemeinsamen Nutzung von Werken soll indes festgehalten werden. Nach Angaben der Unternehmen wird das Nachfolgemodell des Opel Zafira von spätestens 2017 an im ostfranzösischen PSA-Werk Sochaux produziert.

Citroën C3 wird in Spanien gebaut

Der neue Citroën C3 soll im spanischen GM-Werk in Saragossa gebaut werden. Derweil werde im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim ein neues Modell angesiedelt, kündigte Opel an. Details nannte das Unternehmen zunächst nicht. Zur Erklärung wurden Wettbewerbsgründe genannt.

Weniger Einnahmen erwartet

Durch die gestrichene gemeinsame Plattform-Entwicklung werden auch die Synergie-Erwartungen deutlich gekappt. Statt mit ursprünglich jährlich zwei Mrd. US-Dollar (1,45 Mrd. Euro) rechnen die Konzerne nur noch mit insgesamt 1,2 Mrd. Dollar von 2018 an – 40 Prozent weniger als zuvor. Zusätzliche Kooperationen soll es bei leichten Nutzfahrzeugen geben. Den Planungen zufolge werden die ersten Autos 2016 auf den Markt kommen. Nähere Details teilten die Konzerne aber nicht mit.

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