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Peugeot 304 – Herzverpflanzung

Peugeots erster Fronttriebler - der 204 - gehört bereits zum Establishment der Mittelklassewagen. Es hatte keine Probleme und keine Kinderkrankheiten gegeben, der - für Peugeot - revolutionäre Sprung war mit perfekter Vorbereitung erfolgt. So war es eigentlich nur logisch, das neue Zwischenmodell - also zwischen 204 und 404 - technisch an den Kleineren und Jüngeren der beiden anzulehnen. Diese technische Übereinstimmung geht so weit, daß eine geänderte (jedoch gleichermaßen konventionelle) Karosserieform, ein paar Zentimeter Zuwachs in der Länge und mehr Motorisierung schon die wesentlichen Unterschiede sind. Also wohl ein neues Modell, aber ohne jedes Experiment, ein aufgepäppelter 204: Herzverpflanzung in ein neues Blechkleid.

30.11.2015 Online Redaktion

Knappes Familienauto Der 304 ist nur 17 cm länger als der kleine Bruder (somit 414 cm) und daher noch sehr kompakt. Diese Verlängerung kam nur dem vorderen und hinteren Überhang zugute. Peugeot hat zugunsten einer konventionellen und leidlich hübschen Karosserieform auf den bei Fronttrieblern gängigen Zaubertrick „Aus Klein mach Groß” verzichtet, für eine Familienkutsche ist der Fahrgastraum eher knapp. Fahrer über 1,80 m haben keine ideale Sitzposition mehr, auch wenn sie den Fahrersitz bis zum Anschlag zurückschieben. Man hilft sich mit starker Lehnenneigung, wodurch die Sache für die dahinter sitzenden Personen nicht mehr enorm bequem wird. Vielleicht ist man auch von Autos wie dem R 16 ein bißchen zu sehr verwöhnt, jedenfalls ist der 304 als Familienauto nur dann ...
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