Autostreik in extremer Hitze: Auch im Sommer 2013 waren Probleme mit Batterie und Motor die häufigsten Pannenursachen.
Autostreik in extremer Hitze: Auch im Sommer 2013 waren Probleme mit Batterie und Motor die häufigsten Pannenursachen.
 

Pannenreicher Sommer: Mehr als 1.900 ÖAMTC-Einsätze pro Tag

175.000 Mal musste die ÖAMTC-Pannenhilfe diesen Sommer ausrücken – um 5 Prozent häufiger als noch im Vorjahr. Ein Grund dafür war die extreme Hitze.

18.09.2013 APA

Der Sommer 2013 hatte es Pannenmäßig in sich: Von Anfang Juni bis Ende August verzeichnete die ÖAMTC-Pannenhilfe 175.000 Einsätze, etwa 1.900 pro Tag.Im Vorjahr waren es nur rund 167.000 (1.800 pro Tag). „Schuld“ an den vielen Einsätzen war die außergewöhnliche Hitze, die Österreich über weite Teile des Sommers fest im Griff hatte, so Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe für Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Vor allem im Juni habe sich diesen Sommer die Anzahl der Einsätze im Vergleich zu 2012 deutlich erhöht. „Spitzenzeit war aber der August. In diesem Monat gab es im Schnitt mehr als 1.900 Einsätze täglich.“

Meiste Einsätze in Wien und Niederösterreich

Die meisten Pannen gab es einmal mehr in Wien. Mehr als 37.000 Einsätze (ca. 400 pro Tag) wurden von Anfang Juni bis Ende August in der Bundeshauptstadt gezählt. Nicht viel weniger gab es in Niederösterreich zu tun, wo der ÖAMTC knapp 32.000 Mal zu Hilfe gerufen wurden. Dahinter folgen im Bundesländerranking Oberösterreich (rund 27.000 Einsätze), die Steiermark (24.000), Tirol (18.000), Kärnten (15.000), Salzburg (11.000), Vorarlberg (6.000) und das Burgenland (5.000). „Bereits im Vorjahr war der Sommer sehr einsatzstark. Dennoch sind die Einsatzzahlen heuer in jedem Bundesland weiter angestiegen“, so der ÖAMTC-Experte.

60.000 Abschleppungen im heißen Sommer

Ein ähnliches Bild zeigte sich im Sommer auch bei den Abschleppungen. 2012 kamen die ÖAMTC-Abschleppfahrzeuge in den Sommermonaten rund 58.000 Mal zum Einsatz, heuer war in rund 60.000 Fällen ein Fahrzeug nicht mehr flott zu machen und musste abgeschleppt werden. „Im Bereich der Abschleppdienstleistungen kann man ebenfalls davon ausgehen, dass die extreme Hitze zu erhöhten Einsatzzahlen geführt hat. Außerdem ist die Hochwasserkatastrophe erst Anfang Juni langsam abgeklungen und hat viele defekte Fahrzeuge zurückgelassen“, analysiert Samek. Auch in der Abschleppstatistik liegt Wien mit rund 12.000 Einsätzen auf Rang 1, gefolgt von Oberösterreich (rund 10.000 Abschleppungen), Tirol und der Steiermark (jeweils rund 8.000), Niederösterreich (7.000), Kärnten (6.000), Salzburg (4.000), Vorarlberg (3.000) und dem Burgenland (2.000).

Probleme mit der Batterie verursachen die meisten Pannen

An den häufigsten Pannenursachen hat sich im Vergleich zum Sommer 2012 nichts geändert. Probleme mit der Batterie bleiben der Hauptgrund für einen Einsatz des ÖAMTC. „Zwischen Anfang Juni und Ende August 2013 haben die ÖAMTC-Pannenfahrer österreichweit rund 44.000 Mal eine defekte oder leere Batterie diagnostiziert“, hält der Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe fest. Auch hier gibt es – hauptsächlich durch die extremen Temperaturen bedingt – einen Anstieg gegenüber dem Vorjahressommer (rund 40.000 defekte/leere Batterien) zu verzeichnen. Weitere häufige Pannengründe waren im Sommer 2013 Probleme mit Motor und Motormanagement (ca. 40.000), mit dem Generator bzw. dem Starter (ca. 15.000), mit den Reifen (ca. 12.000) oder „Aufsperrdienste“ wegen defekter Schlösser oder eingesperrter Schlüssel (ca. 10.000).

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