Männer neigen laut ÖAMTC-Analyse eher zu Fahrten ohne Gurt als Frauen.
Männer neigen laut ÖAMTC-Analyse eher zu Fahrten ohne Gurt als Frauen.
 

Österreicher sind Gurtenmuffel: 40 Prozent der tödlich Verunfallten nicht angeschnallt

Eine ÖAMTC-Analyse der Unfallstatistik zeigt: Die Gurtmoral in Österreich ist immer noch zu niedrig.

31.10.2013 APA

In den Jahren 2007 bis 2011 waren sieben Prozent aller verunfallten Pkw-Insassen nicht angeschnallt, bei den tödlich Verunglückten waren es sogar 40 Prozent. Das ergab eine von der ÖAMTC-Unfallforschung durchgeführte Analyse der Unfallzahlen der Statistik Austria in Hinblick auf die Gurtanlegequote. Bei einer stichprobenartigen Beobachtung im September und Oktober 2013 in Wien waren mehr als jeder fünfte Lenker und ebenso viele Beifahrer waren ohne angelegten Sicherheitsgurt unterwegs, so ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nose.

Männer verzichten öfter auf den Sicherheitsgurt als Frauen

Die Auswertung der Unfallstatistik durch die ÖAMTC-Unfallforschung zeigte auch, dass mehr Männer ohne Sicherheitsgurt unterwegs sind als Frauen. „Neun Prozent der zwischen 2007 und 2011 verunfallten Männer waren nicht angeschnallt, bei den Frauen waren es nur fünf Prozent“, so Nose. Die Beobachtung in Wien bestätigte dieses Bild: Von den männlichen Autofahrern waren rund 24 Prozent nicht angeschnallt, bei den Frauen waren es knapp 18 Prozent.

Nachtfahrten häufiger ohne Gurt

Auch bei Tag- und Nachtfahrten zeigte sich ein deutlicher Unterschied. Bei Unfällen zwischen 22.00 und 6.00 Uhr waren rund 16 Prozent der Pkw-Insassen nicht angeschnallt. „Die meisten Gurtmuffel waren zwischen 2.00 und 5.00 Uhr unterwegs. Jeder Fünfte, der in diesem Zeitraum einen Unfall hatte, verzichtete auf das Anlegen des Gurtes“, so Nose. Umgekehrt waren zwischen 14.00 und 17.00 Uhr „nur“ fünf Prozent der Verunfallten nicht angeschnallt.

Mehr zum Thema
  • Ravenbird

    So leid es mir für die Angehörigen der Toten tut:
    Im Gegensatz zum sonstigen Leben (probiern mas hoit noamoi) verzeiht das Internet, das Fliegen und das Autofahren von den Dingen des täglichen Lebens KEINE Blödheiten.
    Und nicht anschnallen – egal wie weit und wo man fährt – ist – tut mir leid – BLÖDHEIT. Punkt.

pixel