Opels neuer Dreizylinder-Motor
Endlich geht Opel auch das Thema Antriebstechnik an: Die neuen Turbo-Direkteinspritzer sollen mehr Performance und weniger Verbrauch bieten.
 

Die Opel-Antriebsoffensive – viele neue Motoren bis 2016

Opel bringt in den nächsten Jahren eine ganze Palette neuer Motoren auf den Markt.

12.08.2013 Online Redaktion

Nach erfolgreichen Neuauflagen für die wichtigsten Modelle wendet sich die GM-Tocher Opel nun der Antriebstechnik. Bis 2016 sollen 13 neue Motoren in drei verschiedenen Triebwerksfamilien auf den Markt kommen. Bereits erhältlich sind die neuen 1,6-Liter-Turbomotoren mit Direkteinspritzung („SIDI“) in Astra, Insignia, Cascada und Zafira Tourer, die überzeugenden Vierzylinder-Benziner sind in den Leistungsstufen 125 kW (170 PS) und 147 kW (200 PS) erhältlich.

Sehnlich erwartet wird nun die nächste Ausbaustufe: Ein 1-Liter-Dreizylinder mit Turboaufladung und Direkteinspritzung. Der vollkommen neu entwickelte Motor feiert auf der IAA Frankfurt seine Premiere und wird nächstes Jahr im Opel Adam mit 85 kW (115 PS) debüttieren. Von einer Kette mit umgekehrten Zähnen bis zu einer in die Ölwanne intergriete Ausgleichswelle wurde dabei viel Detailarbeit in die Laufruhe des Motors investiert. Der neue Motor wird mit einem neu entwickelten Sechsgang-Getriebe gekoppelt, das nur 37 Kilogramm wiegen soll.

Die neuen Opel-Motoren werden in Ungarn gebaut – sind Arbeitsplätze in Wien gefährdet?

Die Aggregate der neuen Motorengeneration werden im ungarischen Opel-Werk Szentgotthárd gefertigt. Dass damit das Opel-Werk Wien Aspern Aufträge verliert, ist laut Aspern-Pressesprechering Elisabeth Schuller keine Gefahr: „Die Aufträge an unser Werk sind noch weit längerfristiger als bis 2016 garantiert.“ Derzeit produziert das Opel-Werk Wien Aspern 1,5 Millionen Aggregate (Motoren und Getriebe) im Jahr und ist damit weltweit das größte Motoren-Werk von General Motors. Die Auslastung ist – nicht zuletzt dank der hohen Exportrate nach Übersee – zufriedenstellend, für eine neue Motorenfamilie wäre derzeit gar keine Kapazität, so Schuller.

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