2.200 Jobs in Kaiserslautern scheinen vorerst gesichert - das Opel-Werk in Bochum soll aber 2014 geschlossen werden.
 

Opel investiert 130 Mio. Euro in Standort Kaiserslautern

Durch die Investition in das Motoren- und Komponentenwerk in Kaiserslautern sollen 2.200 Arbeitsplätze langfristig gesichert werden – Werk in Bochum wird 2014 geschlossen

26.09.2013 APA

Durch eine Investition in der Höhe von rund 130 Millionen Euro in das Motoren- und Komponentenwerk in Kaiserslautern will Opel 2.200 Arbeitsplätze an dem Standort langfristig absichern. Das Geld fließe in den Bau von Karosserieteilen und Sitzen für die nächste Generation des Kompaktwagens Astra, Achsen und Karosseriekomponenten für den Mittelklassewagen Insignia sowie die Motorenfertigung, teilte die deutsche GM-Tochter am Mittwoch mit. Die Fabrik in der Westpfalz beliefert europaweit Teile an die Pkw-Werke des Rüsselsheimer Autobauers.

Opel will bis 2016 wieder schwarze Zahlen schreiben

Opel will mithilfe zahlreicher neuer Modelle den Niedergang der vergangenen Jahre stoppen und bis 2016 profitabel werden. Eine angekündigte Produktoffensive sieht in den kommenden Jahren 23 neue Modelle und 13 neue Motoren vor. Dabei spiele Kaiserslautern eine wichtige Rolle, so Vorstandschef Karl-Thomas Neumann. Die Traditionsmarke mit dem Blitz profitiert derzeit von der Nachfrage nach dem kleinen Geländewagen Mokka und dem Stadtflitzer Adam, ringt aber weiter mit hohen Überkapazitäten. Das Werk in Bochum soll 2014 dichtgemacht werden.

Verhandlungen um Schließung des Bochumer Werkes sollen wieder aufgenommen werden

Ursprünglich hatte Opel die Fabrik mit über 3.000 Beschäftigten zwei Jahre später schließen wollen, sich dann aber anders entschieden, da die Belegschaft einem mit der deutschen Gewerkschaft IG Metall ausgehandelten Sanierungsplan – anders als die anderen Opel-Standorte – nicht zustimmte. Inzwischen hat aber offenbar ein Umdenken eingesetzt: Die Gewerkschaft teilte mit, nach Sondierungsgesprächen mit Opel sowie dem Bochumer Betriebsrat sei die kurzfristige Aufnahme von Verhandlungen vereinbart worden. Details wurden zunächst nicht bekannt.

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