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Opel GT Concept – Rotwild

Das Opel GT Concept ist weit mehr als nur eine Studie – Opel zeigt damit (endlich) sein neues Selbstbewusstsein.

28.01.2016 radical mag

Wir hatten es ja schon angekündigt, nein, besser: versprochen, in unserem kurzen Ausblick auf die Zukunft von Opel, dass das GT Concept, das Opel auf dem Genfer Salon ausstellen wird, ein echter Hingucker werden wird. Die ersten Bilder der Studie (mehr oben) beweisen nun, dass man in Rüsselsheim tatsächlich Mut gefasst hat, bereit ist, zu neuen Ufern aufzubrechen.

Das Rot ist eine Hommage an die Vergangenheit

Selbstverständlich ist das vielleicht ein bisschen: too much. Die roten Reifen, eine Hommage an ein Opel-Motorrad aus dem Jahre 1928, sind, naja. Und auch die leuchtrote Linie, die sich über das Fahrzeug hinwegzieht, muss in dieser Form nicht dringend sein. Doch es ist Show-Time bei Opel, und da sind alle Mittel erlaubt. Es geht ja schließlich um mehr als nur eine Fingerübung, die GM-Tochter will mit dem kleinen Sportler, der von einem 145 PS starken 3-Zylinder-1-Liter-Motörchen angetrieben wird, ja in erster Linie zeigen: Wir sind wieder da. Wir sind wieder wer. Und da darf es schon ein bisschen leuchten und krachen, da darf auch das Türkonzept eigenwillig sein. Man hat sich in Rüsselsheim ja auch einen guten Zeitpunkt ausgesucht für diesen Auftritt, der Übergegner in Wolfsburg schwächelt, ist in einer Findungsphase, wird fürderhin die lauten Töne ein wenig zu vermeiden wissen. Und in diese Lücke passt das GT Concept natürlich bestens.

So geht das: Klein, leicht, Hinterradantrieb

Was wir auch mögen: Hinterradantrieb, weniger als 1000 Kilo, sequentielles 6-Gang-Getriebe. Die Türen, aber die haben wir ja bereits erwähnt. Das sind gute Aussichten, die uns Opel da aufzeigt – genau die Richtung, in die sich Opel bestens entwickeln könnte. Ob so ein kleiner Sportwagen wirklich Chancen hat, in Serie produziert zu werden – wir mögen nicht weiter darüber spekulieren. Die Idee zählt, und die Idee ist gut. Auch, dass die Studie zwar klare Retro-Zitate an den einstigen GT hat, aber trotzdem sehr neuzeitlich wirkt, ist ein gutes Zeichen, könnte es doch bedeuten, dass man sich in Rüsselsheim endlich wieder an seine guten Zeiten erinnern will, als man den Breitensport noch dominierte, noch Autos baute, die für jedermann erschwinglich waren.

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com.

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