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Opel-Chef Neumann warnt Mitarbeiter vor zu viel Euphorie.
 

Opel-Chef Neumann: „Comeback hat erst begonnen“

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann erinnert daran, dass man sich „noch gewaltig anstrengen“ müsse, um 2016 wieder Gewinne einfahren zu können.

23.12.2013 APA

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sieht den Autobauer auf dem richtigen Kurs, warnt aber vor voreiliger Euphorie. „Wir müssen aufpassen, dass hier nicht die Stimmung entsteht, wir seien längst fein aus dem Schneider“, sagte er im  Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). „Wir müssen uns noch gewaltig anstrengen. Das Comeback von Opel hat erst begonnen.“

„Wollen und können Opel nicht zum Erfolg sparen“

Opel hatte – nach Jahren in roten Zahlen und im Image-Tief – sein Marketing zuletzt stark ausgebaut und auf Werbebotschafter wie den BVB-Trainer Jürgen Klopp und neue Modelle wie den Kleinwagen Adam gesetzt. Auch seine Verluste konnte der Autobauer aus Rüsselsheim trotz Euro-Krise zuletzt verringern; 2016 will Opel wieder Gewinne machen. Allerdings, so Neumann, habe man noch „ein schwieriges Jahr“ vor sich: „Wenn uns die Welt nicht einstürzt, sollten wir weiter wachsen, und dann brauchen wir auch keine neuen Sparpläne. Wir wollen und können Opel nicht zum Erfolg sparen“. Vom bevorstehenden Wechsel an der Spitze der Konzernmutter General Motors erwartet Neumann keine negativen Folgen für Rüsselsheim. Mit Mary Barra wird ab Mitte Januar erstmals eine Frau die Chefin eines großen Autokonzerns werden.

Gemeinsame Projekte mit Peugeot geplant

Der Opel-Chef sieht auch nach der geplatzten Kleinwagen-Kooperation mit Peugeot noch genügend gemeinsame Projekte mit den Franzosen, zum Beispiel bei kleinen Lieferwagen. Man arbeite nur dann miteinander, wenn dies beiden Seiten Nutzen bringe. Neumann wörtlich: „Wir wollen Peugeot weder adoptieren noch heiraten.“

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