Opel Cascada Astra Cabrio Mokka Adam Krise Rüsselsheim Insignia
Der Cascada feiert in Genf Premiere.
 

Gegen oben offen

Opel Cascada – massiv und massig aus der Krise.

16.11.2012 radical mag

Opel geht es nicht besonders gut. Aber davon spürt man derzeit nichts: die Kadenz, mit der die Rüsselsheimer neue Modelle auf den Markt hauen, ist beeindruckend. Es kam gerade erst der Mokka, in Paris wurde der Adam vorgestellt und jetzt folgt bereits der Opel Cascada, ein viersitziges Cabrio, das auf dem Astra basiert.

Opel Cascada Astra Cabrio Mokka Adam Krise Rüsselsheim Insignia

Wir könnten uns jetzt auch wieder über den Namen auslassen, Mokka, Adam, Cascada, da bleibt weiterhin viel Raum für Diskussionen, vor allem deshalb, weil wir irgendwie keinen roten Faden erkennen können – wobei ja auch genau das der rote Faden sein könnte. Aber die Vergangenheit sowie sämtliche Marketing-Lehren haben gezeigt, dass der Mensch in seinem Kaufverhalten nicht besonders gerne orientierungslos ist, gewisse Anhaltspunkte braucht und die erhält er bei Opel derzeit nicht. Wobei: Astra Cabrio, so richtig sexy wäre das wahrlich nicht. Cascada allerdings auch nicht. Egal.

Das viersitzige Cabrio basiert auf dem Astra, das ist auch optisch gut ersichtlich, er wird auch im gleichen Werk wie sein geschlossenes Brüderchen in Polen gebaut. Mit 4,70 Metern Länge ist er aber deutlich größer als der Astra, genau gleich lang wie der Kombi, und nur 13 Zentimeter kürzer als der in seinem Segment zu den größeren Modellen gehörende Insignia. Noch ein Längenvergleich: der Audi A4 misst auch 4,70 Meter. Aber es ist halt so: mehr Länge ermöglicht mehr Eleganz. Und ja, als elegant darf man den Cascada durchaus bezeichnen, ein schöner Wagen.

Opel Cascada Astra Cabrio Mokka Adam Krise Rüsselsheim Insignia

Über die Köpfe der Passagiere, die auf vier vollwertigen Sitzplätzen reisen dürfen, spannt sich erfreulicherweise ein Stoffdach (erleben wir gerade die Abkehr von diesen eh unnötigen Metalldach-Coupé-Cabrio-Konstruktionen?). Es öffnet und schließt sich in 17 Sekunden – für diese Zeit interessieren sich zwar ausschließlich an der Entwicklung beteiligte Ingenieure, sie sei der Vollständigkeit halber aber genannt – und der ganze Vorgang ist bis 50 km/h möglich.

350 Liter Kofferraumvolumen sind vorhanden bei geschlossenem Dach (das ist stattlich für ein Cabrio), 280 Liter sind es noch, wenn das Dach offen ist (das ist stattlich für ein offenes Cabrio).

Opel Cascada Astra Cabrio Mokka Adam Krise Rüsselsheim Insignia

Das Fahrwerk stammt aus dem Astra GTC/OPC, als HiPerStrut vorne, das ist edel. Geschwindigkeitsabhängige Servolenkung wird geliefert, eine adaptive Fahrwerkskontrolle gibt es auch. Wie schwer der Cascada ist, das will Opel noch nicht verraten, doch die massive Länge sowie gekreuzte Stahlträger im Unterboden und verstärkte Schwellerprofile werden den offenen Opel kaum zum Leichtgewicht machen.

17 Zöller gibt es als Basis, gegen oben ist erst bei 21 Zoll Schluss. Und Assi-Systeme hat der Opel Cascada auch ohne Ende.

Es gibt den bekannten 1,4-Liter-Turbo-Benziner, entweder mit 120 oder dann mit 140 PS. Dazu kommt der 2-Liter-Turbodiesel mit 165 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Nm, der uns im GTC bestens gefallen hat. Und schließlich sowie endlich kommt auch noch ein neuer Benziner, genannt SIDI Turbo EcoTech, natürlich mit Direkteinspritzung, vorerst einmal mit 1,6 Liter Hubraum, 177 PS und einem maximalen Drehmoment von 280 Nm, die zwischen 1650 und 3200/min zur Verfügung stehen.

Seine offizielle Premiere wird der Opel Cascada wohl im Frühling 2013 auf dem Genfer Salon feiern. Zu den Preisen wollte sich Opel bisher noch nicht äußern.

Und hier ein Video-Trailer zum Opel Cascada:

Wir bedanken uns bei den Kollegen von www.radical-mag.com

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