Opel Astra OPC Exterieur Statisch
Der OPC tritt mit einem direkteingespritzten 2-Liter-Turbo an.
 

Starkes Stück

Endlich wieder ein böser Opel. Es ist fast wie früher. In Genf wird der Opel Astra OPC gezeigt.

11.02.2012 radical mag

Wie der Mokka wird auch der Astra OPC auf dem Genfer Auto Salon seine Weltpremiere feiern. Und wir konnten uns vorab schonmal in den schärfsten Astra aller Zeiten setzen und sagen nach dieser Sitzprobe: Ihr Golf-R-Treter und Sport-Megane-Prügler, Ihr könnt Euch abschnallen. Denn der Astra OPC hat zumindest die besten Sitze im Segment. Die Dinger haben zwar ein Zertifikat, das unsexy klingt – sie wurden von „Aktion Gesunder Rücken e.V.“ (AGR) ausgezeichnet – doch die Sportsitze sind alles andere als schnarcho.

Opel Astra OPC Exterieur Statisch

Die Ingenieure von OPC verwendeten für die zwei Sitzschalen vorne ein so genanntes Organoblech. Eine Premiere im Serienfahrzeugbau. Der Verbundwerkstoff aus Polyamid und Glasfaser führt zu einer Gewichtsersparnis von 45 Prozent. Der neue High-Performance-Sitz verfügt über insgesamt 18 Einstellmöglichkeiten – und sieht dazu auch noch scharf aus.

Nun wird das Rennen ja aber nicht im Sitzen entschieden. Und deshalb tritt der OPC mit einem direkteingespritzten 2-Liter-Turbo an, der 280 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm leistet. Damit kommt dieser Astra dann auch auf die 250 km/h-Marke. Dort muss er sogar elektronisch eingebremst werden. Einen Beschleunigungswert von 0 auf 100 km/h will Opel aber noch nicht nennen, auch beim Gewicht hält man sich (noch) bedeckt.

Der OPC basiert auf dem GTC – und erhält auch dessen Fahrwerk, vor allem die High-Tech Vorderradaufhängung mit HiPerStruts (Hochleistungs-Federbeinen). Die OPC-Variante verfügt darüber hinaus über das mechatronische FlexRide-Chassis, das dem Fahrer per Tastendruck vom Cockpit aus die Möglichkeit gibt, Stoßdämpferkennlinie, Gasannahme und Lenkung miteiner „Sport“- und einer „OPC“-Einstellung weiter zu verschärfen.

Um das hohe Dynamikpotential des Astra OPC auf die Straße zu bringen, gewährleistet ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse bestmöglichen Grip beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven, auch bei Nässe.

Seinen Feinschliff erhielt der wilde Astra nach bewährter OPC-Tradition auf der Nordschleife des Nürburgrings. Durch die so genannte „Grüne Hölle“, wie Rennlegende Jackie Stewart sie einst nannte, müssen alle OPC-Modelle. Auf der Eifel-Rennstrecke wird aber nicht nur die Dynamik bis ans Limit gebracht.

Ohne einen 10.000-Kilometer-Härtetest, der in Sachen Materialbelastung 180.000 Kilometern im normalen Straßenverkehr entspricht, erhält kein OPC-Modell die Serienfreigabe. Das soll die Dauerhaltbarkeit der eingesetzten Komponenten, selbst unter Extrembedingungen sichern.

Opel Astra OPC Exterieur Statisch

Und dann sieht er halt auch noch gut aus, der OPC. Man ist fast versucht zu schreiben: endlich wieder einmal ein böser Opel. So sorgen speziell gestaltete Front- und Heckstoßfänger, Seitenschürzen, ein aerodynamisch optimierter Dachspoiler und zwei Endrohre in Trapezform für noch mehr Athletik. Optionale 20-Zoll-Schmiederäder mit OPC-exklusivem Felgendesign betonen den kraftvollen Auftritt.

Preise stehen leider noch nicht fest.

Vielen Dank an die Kollegen von www.radical-mag.com

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