Ohne Eva, aber mit Sport. Der Opel Adam S.
Ohne Eva, aber mit Sport. Der Opel Adam S.
 

Der sportlichste Adam mit dem S

Treiben wir es auf die Spitze, mit dem Opel Adam S. Wie schneidet der sportlichste Adam, mit 150 PS, im Gegensatz zu seinen Brüdern ab?

20.01.2015 radical mag

Man hat es uns von Anfang an klar gemacht. Der Opel Adam S ist kein OPC – sonst hätte er noch mehr Dampf. Also ist der Adam mit 150 PS nicht der Ascona i400 sondern eher der Commodore GS/E. Entschuldigung, wir haben ja auch etwas jüngere Leser. Also, der Adam S soll keine Rennsemmel sein sondern ein sehr kompaktes, sportliches Alltagsautomobil. Wie bei allen Adams gibt es auch den S nur als Dreitürer, damit fällt er bei uns schon als Alltagsautomobil durch. Aber, die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Und das ist auch gut so._opel-adam-s-1

Opel Adam S im Vergleich zu Adam und Adam Rocks

Kommen wir also zu den Dingen, die den sportlichen Adam von seinen beiden Brüdern unterscheidet. Zum einen, der Motor. Zwar gibt es den 1400er-Benziner mit Direkteinspritzung auch beim Adam und beim Adam Rocks. Aber eben nicht mit 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 220 Nm, bei den anderen Modellen gibt’s den 1400er nur ohne Lader und dann ist bei 100 PS Schluss. Maximal kann man sich 115 PS aus einem aufgeladenen Einliter-Dreizylinder bestellen. Und jetzt eben noch die Extraportion in Form des Adam S. Wir waren gespannt, wie sich die Power auf das Auto auswirkt. Mit dem Fahrwerk des Adam waren wir ja zufrieden, der Adam Rocks hingegen hat uns in dieser Beziehung nicht so überzeugt. Während der Adam seine Sache auf kurvigem Geläuf anständig machte war der Adam Rocks eher das Modell: vom besoffenen Jäger (sorry, Pleonasmus) angeschossenes Karnickel. Die ersten Meter im Sport-Adam machten klar: er macht alles besser. Er bremst besser, er hält die Spur besser und er ist deutlich spurtstärker als seine beiden Brüder. Wie gesagt, gegenüber dem Adam ist der «S» doch deutlich besser, im Vergleich zum Adam Rocks sind es gar Welten.

Video: Opel Adam S (TestDriven)

Riesiger Spagat zwischen Fahrdynamik und Komfort

Der Adam S geht nicht nur viel besser ums Eck als der Rocks, sondern er federt auch bequemer. Ja, tatsächlich, Opel hat es den riesigen Spagat zwischen Fahrdynamik und Komfort geschafft. Nach den ersten Testfahrten mit dem «S» fragen wir uns ernsthaft, wie es die Fahrwerksabstimmung des Rocks durch die Abnahmefahrten geschafft hat. Man kann herauslesen, dass wir von den sportlichen Qualitäten des Adam S durchaus überzeugt sind. Nicht zuletzt auch, weil der Kleine so ein wenig klingen darf. Man hört tatsächlich ein bisschen das Fauchen aus dem Auspuff, wenn man am Steuer des kleinen Opel sitzt und ihm die Sporen gibt. Klar, 150 PS sind 150 PS, der Weg zum Bergpreis ist da ewig lang. Aber dank der linearen Leistungsentfaltung und dem guten Grip der Sportreifen (Serie 17 Zoll, Option 18 Zoll) fährt der Adam S sehr souverän um die Kurve und zieht nach dem Scheitelpunkt vehement ab. Richtig gut, ganz egal ob man das Fahrzeugkonzept des Adam cool findet. Der kleine Wagen ist richtig: spritzig.

Das „S“ sichtbar machen

Natürlich wollte man bei Opel, dass man dem «S» das «S» auch ansieht. Also bekam er einen Dachspoiler (soll bis zu 400 N Abtrieb bringen) und ein bisschen Zierrat. Gar kein Zierrat, aber leider eine wohl nicht ganz billige Option sind die famosen Recaro-Sportsitze, wie sie auf den Bildern zu sehen sind. Auch nicht Zierrat ist das eng gestufte, manuelle Sechsgang-Getriebe. Wie bei Opel nach wie vor üblich ist auch beim «S» die Schalthebelführung nicht wahnsinnig exakt. Ein mechanische Schweizer Uhr würde mit einer solchen Präzision wohl pro Tag 10 Minuten vorgehen… Aber man gewöhnt sich rasch daran, genau wie an die deutlich überarbeitete Lenkung. Also Opel sagt, man habe sie deutlich angepasst. Wir fanden das Feedback vor allem um die Mittellage okay, mehr nicht. Insgesamt passt das Paket aber, mit einem Adam S kann man viel Spaß auf engen Bergstraßen haben ohne immer in Geschwindigkeitsbereiche vorzudringen, die bei uns automatisch eine Fensterdekoration mit schwedischen Gardinen bedeuten._opel-adam-s

Der Preis des Opel Adam S in Österreich

Gerne verlieren wir noch ein Wort über die Preise des «S». Eingestiegen wird in den Opel Adam S ab 18.090 Euro. Mit ein paar Optionen (der Adam soll der Individualisierungskönig sein) kommen da sofort 21.100 Euro zusammen. Denn auf die Recaros mag niemand verzichten, der mal drin saß. Das ist schon ganz schön viel Geld für einen kleinen Dreitürer. Nur so zum Vergleich: einen Renault Clio R.S. mit 200 PS gibt’s aktuell für 25.850 Euro.

Vielen Dank an die Kollegen von radical-mag.com

  • mitternachtschwarz

    liebe freunde der autorevue – erstens ist der text schwer abgekupfert von der schweizer kollegschaft http://www.radical-mag.com/erfahrungen/fahrbericht-opel-adam-s-2104/seite_1-2
    seid ihr überhaupt selbst gefahren??? weietrs der preisvergleich a scherzerl ist: 18t euronen für den adam mit 150 Ps und der Clio 26t euronen für 200 PS, sind doch satte differenzen – da geht sich noch schönes aus für diese differenz oder?

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