ÖAMTC: "80 Prozent der Abgaben aus dem motorisierten Verkehr kommen derzeit von Autofahrern."
ÖAMTC: "80 Prozent der Abgaben aus dem motorisierten Verkehr kommen derzeit von Autofahrern."
 

Externe Verkehrskosten: Autofahrer zahlen laut ÖAMTC bereits genug

Die WKÖ fordert auf Grundlage einer Studie eine Umverteilung direkter Kosten im Straßenverkehr. Laut ÖAMTC deckt der PKW-Verkehr seine externen Kosten aber bereits.

20.06.2013 APA

 

Wie die Wirtschaftskammer gestern in der Studie „Externe Effekte des Personen- und Güterverkehrs auf Österreichs Straßen – Grundlagen und Größenordnungen“ aufgezeigt hat, deckt der KFZ-Verkehr in Österreich seine externen Kosten. Trotzdem fordert die WKÖ, den PKW „stärker in den Fokus zu rücken“.

Laut der Studie summieren sich die externen Kosten des Straßenverkehrs in Österreich für Unfälle, Luftverschmutzung und Klimakosten auf rund 2,4 Milliarden Euro pro Jahr. Der Großteil davon entfällt auf den PKW-Verkehr.

Die Wirtschaftskammer fordert daher eine stärkere Fokussierung des PKW-Verkehrs; die Diskussion solle nicht, wie derzeit der Fall, hauptsächlich auf den Güterverkehr reduziert werden. Alexander Klacska, Obmann der der WKÖ-Bundessparte Transport und Verkehr und Präsident der AISÖ, die die Studie in Auftrag gegeben hat, fordert eine „eine offene und ehrliche Diskussion über Höhe der
Kosten und deren Verursacher“, um ein nachhaltiges Finanzierungssystem und die Miteinbeziehung externer Kosten in die Finanzierung zu gewährleisten.

Für Bernhard Wiesinger, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, ist diese Verteilungsdiskussion auf Kosten der Autofahrer nicht nachvollziehbar. Der KFZ-Verkehr decke seine externen Kosten bereits ab. Von den 8 Milliarden Euro, die die der motorisierte Verkehrs zum Bundesbudget beitrage, stammen 80 Prozent der Zahlungen ins Budget stammen von Autofahrern, so Wiesinger. „Obwohl laut zahlreicher Studien ein LKW die Straßeninfrastruktur 30.000 Mal stärker belastet als ein PKW.“

Der ÖAMTC sei jederzeit gerne bereit, eine Diskussion über die verursachergerechte Verteilung von direkten Kosten im Straßenverkehr zu führen.

Peter Tropper, Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung in der WKÖ und Generalsekretär der AISÖ, argumentiert hingegen, insgesamt entfiele weniger als ein Viertel der anfallenden Kosten auf den Güterverkehr. Dieser käme für seine Kosten bereits in Form von Steuern und Abgaben sowie fahrleistungsabhängiger Maut auf.

Busse sind laut der Studie übrigens das effizienteste Verkehrsmittel.

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