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Oben ist noch Luft

Audi bringt mit dem A7 Sportback ab Herbst das Fließheck in die Luxusklasse.

30.07.2010 Online Redaktion

Mit den Eckdaten erklärt sich die Konkurrenz von selbst: coupéartiges Fließheck, fünf Türen, 4,97 Meter Länge, Einstiegspreis bei Markteinführung 59.920 Euro (3,0 TDI, Allrad, S-Tronic). Mercedes CLS und der Porsche Panamera heißen die Herausforderer. Letztlich geht es darum, dass die Marketingstrategen in der Luxusklasse noch Verkaufspotential in einem doch recht überfütterten Markt ausgemacht haben. In der oberen Mittelklasse hat der A5 das Fließheck salonfähig gemacht, ganz oben tummelt sich der A8, der aber nicht diese sportlichen Formen liefert. Diese potenzielle Marktlücke soll ab Herbst gestopft werden.

Die sportliche Linie lässt sich mit den Dimensionen erklären. Bei 1,91 Meter Breite, duckt sich der A7 Sportback mit nur 1,42 Meter Höhe geradezu ins Straßenbild. Den größten Kritikpunkt, nämlich das Kofferraumvolumen, das unter der abfallenden Dachlinie leidet, konnte Audi zumindest auf dem Papier entkräften. Die Heckklappe öffnet weit (wie beim Panamera auch) und bietet Zugriff auf immerhin 535 Liter Stauraum. Mit umgeklappten Sitzen 1390 Liter. Bei fast fünf Meter Länge kann man das allerdings auch erwarten.

A7-Käufer haben bei Marktstart die Wahl zwischen drei Motorisierungen – ein Diesel und zwei Benziner (was schon deutlich macht, dass Audi nicht in Europa nach dem Gros der Kunden fischt). Der 2,8 FSI, ein V6-Direkteinspritzer, leistet 204 PS und 280 Newtonmeter und wird mit Audis Allradsystem quattro und der bekannten S-Tronic-Automatik ausgeliefert. Null auf hundert in 8,3 Sekunden, 8,0 Liter im Schnitt (187 Gramm CO2).

Wer mehr will greift zum 3,0 TFSI, ebenfalls ein V6-Direkteinspritzer allerdings mit Kompressor – ebenfalls gekoppelt mit quattro und S-Tronic. 300 PS und 440 Newtonmeter beschleunigen den A7 in 5,6 Sekunden auf Tempo 100 und im Schnitt dematerialisieren sich 8,2 Liter nach 100 Kilometern (190 Gramm CO2).

Dieselfans haben vorerst keine Wahl, für sie gibt es „nur“ den 3,0 TDI mit 245 PS und 500 Newtonmetern. Der Spurt auf hundert dauert mit ihm 6,5 Sekunden, im Schnitt sollen 6,0 Liter reichen, was 158 Gramm CO2 entspricht. Auch hier sind S-Tronic und Allradantrieb serienmäßig.

Wer noch etwas warten kann, der kommt in den Genuss die Einstiegsvariante kaufen zu können. Wann genau der 3,0 TDI mit 204 PS und 400 Newtonmeter (Frontantrieb, stufenlose Automatik multitronic) ist noch nicht bekannt. Dafür sein Preis: 56.400 Euro. Wer Tempo 100 fahren will kann dies nach 7,6 Sekunden tun, der Verbrauch soll sich bei 5,3 Litern einpendeln.

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