Seat Alhambra 4WD Exterieur Dynamisch Front
Der Alhambra mit Allradantrieb rundet die Baureihe ab.
 

Nutzen kosten

Den Seat Alhambra gibt es jetzt auch mit Allradantrieb.

14.06.2011 Online Redaktion

Damit ist die Alhambra-Baureihe komplett – der Allradantrieb ist da. Motorisiert wird der Van in Verbindung mit vier angetrieben Rädern derzeit nur mit dem 2,0-Liter-Commronrail-Diesel mit 140-PS-Diesel. Aufgeteilt wird die Kraft mir einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Aber mit der Zeit dürfte die Palette noch erweitert werden.

Der Einstiegspreis liegt bei 35.200 Euro – der Aufpreis für den Allradantrieb macht also exakt 2.300 Euro aus. Die reinen Leistungsdaten sind systembedingt etwas schlechter als bei der konventionellen Frontantriebs-Variante. Für den Spurt auf Tempo 100 braucht die Allradvariante eine halbe Sekunde mehr (11,4 Sekunden), die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 191 statt 194 km/h und der Verbrauch steigt um einen halben Liter auf 6,0 Liter (das entspricht 158 Gramm CO2 pro Kilometer). Alles Werte, die in den Schwankungen, die der Alltag mit sich bringt untergehen sollten.

Und ohnehin geht es ja um das sattere Fahrgefühl, um das Bewältigen verschneiter Straßen und um das Ziehen von Anhängern. Bei der Anhängelast wurden im Vergleich zum frontgetriebenen Alhambra noch einmal 200 Kilogramm draufgelegt – die Allradversion darf 2,4 Tonnen ziehen.

An der Karosserie und den Außenabmessungen ändert sich nichts. Die Kraft wird über ein Winkelgetriebe am vorderen Differenzial und die Kardanwelle an die Hinterachse zur Haldex-Kupplung geleitet. Diese ist am Ende der Kardanwelle mit dem Hinterachsdifferenzial in einem gemeinsamen Gehäuse.

Die Haldex-Kupplung wird elektronisch gesteuert. Im Inneren liegt ein Lamellenpaket, das in einem Ölbad läuft und stufenlos zusammengedrückt werden kann. Je nach Anpressdruck variiert dabei das Antriebsmoment, das an die Hinterachse geschickt wird.

Allerdings gleicht das System nicht alleine Drehzahlunterschiede aus, sondern passt die Kraftverteilung durch die elektronische Steuerung wesentlich sensibler an. So werden eine Vielzahl von Daten (ESP, ABS, Beschleunigung, Lenkeinschlag) mit eingerechnet. So kann die Kupplung vorausschauend arbeiten.

Beim Anfahren oder Beschleunigen beispielsweise wird viel Drehmoment an die Hinterachse geschickt. Dafür werden die Lamellen stark gepresst. Bei durchdrehenden Vorderrädern kann das System sogar die komplette Kraft nach hinten leiten.

Bei konstanter Fahrt öffnet sich die Kupplung und es kommt nur sehr wenig Kraft an der Hinterachse an. Beim Bremsen öffnet die Kupplung vollständig und es fließt kein Antriebsmoment nach hinten.

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  • Danke. Erledigt.

  • speedking

    Spardiesel 40 PS? -> 140 PS!

    und..?

    Die Kraft wird über ein Winkelgetriebe am vorderen Differenzial und die Kardanwelle an die Hinterachse zur Haldex-Kupplung.

    ;-)

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