Ein Neuwagen
NoVA Erhöhung 2014 ist fix.
 

Neue Steuern: Mehrbelastung für Autofahrer ist fixiert

Ab Samstag tritt das „Abgabenänderungsgesetz“ in Kraft. Neben der Alkohol-, der Schaumwein- und der Zigarettensteuer, steigen auch die Abgaben für Autofahrer.

28.02.2014 APA

Das Steuerpaket der Regierung tritt ab Samstag in Kraft. Ab dann heißt es mehr zahlen für gebrannten Alkohol (20 Prozent), mehr zahlen pro Flasche Sekt (75 Cent Schaumweinsteuer) und ab Montag mehr zahlen für Zigaretten.

Mehrbelastung für Autofahrer

Für Autobesitzer steigt ab 1. März die motorbezogene Versicherungssteuer – wobei die Regierung betont, dass es sich um die erste Anhebung seit 2000 handelt. Außerdem werden leistungsstarke Autos stärker belastet, als schwach motorisierte: Hat das Auto 105 PS, macht das Plus laut Regierungsberechnungen rund 45 Euro jährlich aus (auf 394 Euro), bei 147 PS sind es bereits rund 80 Euro zusätzlich._Höhere-Steuern-für-Unternehmen-und-Verkehr

Anmeldungen ab 1. März fallen unter „NoVA Neu“

Auch wer ein Auto kauft und es ab 1. März anmeldet wird dafür in der Regel mehr zahlen müssen – allerdings werden Kleinwagen mit niedrigem Spritverbrauch durch die Neuberechnung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) teilweise auch billiger. Maximal fällig werden jedenfalls 32 Prozent vom Kaufpreis. Außerdem gilt eine Übergangsfrist: Wer den Kaufvertrag für sein neues Auto vor dem 16. Februar unterschrieben hat, kann – so die Auslieferung vor 1. Oktober erfolgt – noch die alte NoVA zahlen. Es sei denn, die „NoVA Neu“ ist günstiger, dann kann auch das neue Modell gewählt werden.

Autosteuer: 280 Mio. Euro Mehreinnahmen

Insgesamt erwartet sich die Regierung durch das Abgabenänderungsgesetz heuer Einnahmen von rund 770 Mio. Euro, ab 2015 sollen es 1,2 Mrd. Euro sein. Große Brocken sind neben der Tabaksteuer (bis zu 250 Mio. Euro jährlich) und den höheren Autosteuern (rund 280 Mio. Euro jährlich) auch die Einschränkung der Gruppenbesteuerung für Konzerne (50 Mio. Euro), ein Steuermalus für Managergehälter ab 500.000 Euro jährlich (60 Mio. Euro) und die Erhöhung der Bankenabgabe (90 Mio. Euro)._apa-grafik-steuerpaket

20 Cent pro Packung

Die zum Japan Tobacco-Konzern gehörende Austria Tabak erhöht die Zigarettenpreise ab Montag um 20 Cent pro Packung. Eine Packung Memphis Classic wird damit 4,40 Euro kosten. Marktführer Philip Morris machte auf APA-Anfrage keine Angaben über die geplanten Preiserhöhungen. Weitere Preissteigerungen in den nächsten Jahren werden folgen, denn weitere jährliche Steuererhöhungen bis 2017 sind schon beschlossen.

Schaumweinsteuer

Die nun wiedereingeführte Schaumweinsteuer gilt für Champagner, Sekt und Prosecco Spumante. Hier werden ein Euro pro Liter (also 75 Cent je Flasche) fällig. Wer sich die Steuer sparen will, muss Prosecco Frizzante kaufen – der gilt (wegen des geringeren Flaschendrucks) nämlich steuerlich als Wein.

Länder und Gemeinden profitieren

Freuen dürfen sich über die Steuererhöhungen auch Länder und Gemeinden: Beim Bund bleiben nämlich nur etwa zwei Drittel der Mehreinnahmen, der Rest fließt über den Steuerverbund des Finanzausgleichs zu Ländern und Gemeinden weiter. Selbst die Bankenabgabe, die ja eigentlich die Bankenhilfe der Bundesregierung finanzieren sollte, wird mit Ländern und Gemeinden geteilt.

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  • C. Z.

    Die Schaumweinsteuer ist doch schon vor Beginn als blanker Hohn entlarvt worden, siehe hier: http://www.industry-press.com/sektsteuer-bringt-oesterreich-zum-schaeumen/ Da wurde mit 40 Millionen Flaschen kalkuliert. Da hätte der tatsächliche Absatz aber um 15 Millionen Flaschen steigen müssen…

  • Ruediger

    wer hat schon gehört wo in der Staatsverwaltung gespart wird, konkret sind doch nur die Mehrbelastungen für die „Normalbürger“, der Großteil der Gutverdiener ist doch nur mehr im Staatsgefüge, bei den Beamten und Politikern zu finden (abgesehen natürlich von ein paar Großunternehmer welche aber auch schon wirklich besondere Leistungen vorweisen müssen und natürlich nicht zu vergessen: alle welche sich mit Tricks und illegalen Geschäften eine goldene Nase verdienen)
    Liebe Österreicher, bitte fordert ebenso klare Regelungen für die Einsparungen in der Staatsverwaltung, wie sie uns durch neue Belastungen klar vor Augen geführt werden !

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