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Nissan will mit Oberklasse-Marke im Premiumgeschäft durchstarten

Mit der hierzulande wenig bekannten Marke Infiniti will Nissan den deutschen Herstellern BMW, Mercedes-Benz und Audi Konkurrenz machen.

21.08.2013 APA

BMW, Mercedes-Benz und Audi sollen am Premiummarkt Konkurrenz bekommen: Der japanische Autokonzern Nissan will mit seiner hierzulande bisher wenig bekannten Oberklasse-Marke Infiniti künftig „in einem Zug mit den drei großen Premiumherstellern aus Deutschland genannt werden“, so Infiniti-Vizechef Fintan Knight zur Tageszeitung „Die Welt“ vom Mittwoch. Knight räumte jedoch zugleich ein, dass dies für das Unternehmen erst „der Beginn einer langen Reise“ sei.

Von 170.000 auf 500.000 verkaufte Fahrzeuge

In fünf bis acht Jahren wolle das Unternehmen weltweit jährlich zwischen 500.000 und 600.000 Autos verkaufen, sagte der Unternehmensvize der Zeitung. Vergangenes Jahr setzte Infiniti 170.000 Autos ab, der Nissan-Konzern insgesamt über fünf Millionen Fahrzeuge. Europa sei bei der Wachstumsstrategie als Markt „besonders wichtig“, betonte Knight.

Infiniti-Chef sieht „wirklich gute Chancen“ für neue Anbieter

Die deutschen Konzerne seien derzeit „die Platzhirsche im Premiumgeschäft“, räumte Knight ein. Er sehe jedoch „wirklich gute Chancen für neue Anbieter“ in dem Segment. „Die Kunden wollen Alternativen. Junge Leute wollen nicht mehr dieselbe Marke wie die Generation ihrer Eltern fahren, die wollen sich absetzen.“ Technologisch und im Design seien die deutschen Hersteller „zweifellos sehr gut“. Er habe jedoch „irgendwie den Eindruck, dass sich das Design der drei Hersteller zunehmend ähnelt und die Fahrzeuge etwas kühl und distanziert wirken“, sagte Knight.

Infiniti wurde vor 25 Jahren in den USA gegründet. Eine gewisse Bekanntheit erlangte die Marke bisher nur dort. Ebenfalls vertreten ist Infiniti in Schwellenländern.

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