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Muskulöses absprungbereites Insekt

Auch 5 Jahre nach seiner ersten Ausfahrt zieht der Nissan Juke die Blicke auf sich. Er weiß zu polarisieren. Was ist neu am und im neuen Juke?

18.03.2015 Online Redaktion

Ein Nissan Juke ist natürlich kein Käfer, aber wie ein absprungbereites sehr muskulöses Insekt sieht er allemal aus. Und seit die Japaner den Crossover 2010 auf die Straßen rollen ließen hat er eines perfektioniert, er polarisiert. Die Verkaufszahlen sprechen klar für die einst mutige und mittlerweile bewährte Designstrategie von Nissan, Individualisierung durch Andersartigkeit ist ein zweiter wichtiger Begleiter des Juke.

Als würde der Nissan Juke mit dir Kommunizieren wollen

Die Runden Scheinwerfer des Abblendlichts wirken wie Augen, die von pfeilartigen Brauen begleitet werden. Eine strenge Formensprache und die Ansage auch als etwas pummeliger Viertürer eine gewisse Sportlichkeit zu besitzen sind das Ergebnis. Diese Gesichtszüge hatten bereits den ersten Juke-Jahrgang charakterisiert. Nun also ein Facelift.

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© Bild: Michael Szemes

Die neuen Gesichtszüge

Wir hatten bei uns den Juke Tekna 1,2 DIG-T zu Besuch. Ein freundliches Kerlchen. Die oben bereits angesprochenen pfeilartigen Tagfahrlichter sind noch schärfer gezogen als beim Vorgänger und mit LED bestückt, der Kühlergrill hat sich ebenfalls etwas verändert und ist jetzt präsenter. Rein optisch hat sich jedoch sonst nicht viel geändert. Dennoch zieht der Juke auch 5 Jahre nach seiner ersten Ausfahrt die Blicke auf sich, die Meinungen gehen freilich in alle Richtungen, aber genau das zeichnet den Crossover aus. Die Optik bleibt das Alleinstellungsmerkmal Nummer eins und ist Teil des Erfolgs.

Innen gibt’s dann mehr Neues

Im Innenraum gibt es mehr Neuigkeiten. Beispielsweise einen deutlich größeren Kofferraum. Der mit mindestens 354 Liter bis maximal 1.189 Liter fasst. Im Normalzustand hat Nissan, im Vergleich zum Vorgängermodell, somit um 40 Prozent mehr Platz geschaffen. Der Stauraum lässt sich nicht nur durch das Umklappen der Rücksitze erweitern, ein doppelter Boden sorgt für weitere Ablageflächen. Wird die Abdeckung entfernt, gewinnt man nach oben hin mehr Laderaum. Beim Cockpit setzt Nissan auf eine Kombination aus vielen – aber übersichtlich und zweckdienlich angeordneten – Knöpfen und einem 5,8 Zoll großen Farb-Touchscreen. Per Bluetooth gelingt die Kontaktaufnahme zwischen Telefon und Auto schnell und problemlos. Überhaupt spielt unser Testwagen beinahe alle technischen Stückeln und lässt nahezu kein Assistenzsystem aus. Tempomat, Geschwindigkeitsbegrenzer, Auflegen und Abheben von Anrufen, Lautstärke und andere Audioeinstellungen lassen sich alle per Bedienelemente am Lenkrad steuern.

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© Bild: Michael Szemes

Assistenz- und Sicherheitssysteme

Das „Nissan Safety Shield“ genannte Fahrerassistenzsystem beinhaltet: Totwinkel-Assistent, Spurhalte-Assistent und Bewegungserkennung. Toll, dass Nissan all diese Systeme anbietet, leider schlagen sie doch allzu oft übersensibel aus. Auch der „Around View Monitor für 360° Rundumsicht“ kann nicht gänzlich überzeugen, bei Regen, Schnee, Staub oder anderen äußeren Widrigkeiten wird speziell die Rückwärtskamera zu schnell unbrauchbar. Unerfahrenen sei in diesem Zusammenhang geraten, sich die neugewonnene 360°-Ansicht langsam anzueignen, um Parkschäden zu vermeiden.

Preis und Verbrauch

Altbewährt und unverändert dient ein zweites Display wahlweise zur Steuerung der Klimaanlage oder um die unterschiedlichen Fahrmodi anzuzeigen. Je nach Wahl haben die drei unterschiedlichen Fahrmodi (Normal, Sport und Eco) Auswirkung auf Lenkung, Motoransprechverhalten und Klimaanlage. Die Sportlichkeit bleibt überschaubar, aber die Lenkung wird doch deutlich direkter und der Motor wirkt ansprechender. Wer auf der Suche nach mehr Sport ist, wird eventuell im Juke Nismo RS fündig. Die sechs Gänge werden bei unserem Testwagen manuell geschaltet, für den Tekna mit der Xtronic-Automatik und 117 PS werden mindestens 24.257 Euro fällig. Unser Juke Tekna 1,2 DIG-T mit 115 PS kommt auf mindestens 21.950 Euro. Werkseitig wird der Verbrauch auf 100 Kilometer mit 6,9 / 4,9 / 5,6 l (Innerorts/außerorts/gesamt) angegeben, wir benötigten bei unserer Testfahrt 6,5 Liter. (alle Preise sind Richtwerte inkl. 20% MwSt. und NoVA)

Weitere Ausstattungsvarianten und Preise des Nissan Juke

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