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Nissan Skyline Super Silhoutte von 1983
 

400 Autos zwischen 12 und 800 PS von Nissan

Die Nissan Heritage Collection umfasst 400 Autos, die der japanische Autohersteller zwischen 1933 und 2002 gebaut hat. Die Spannweite reicht von 12 bis 800 PS.

27.03.2015 Press Inform

In Museen kann übernachtet werden, ist natürlich nicht der Regelfall, aber Lamborghini hat es einmal ermöglicht. Autohersteller tendieren dazu ihrer Modellhistorie Platz zu geben, Geschichte ist für’s Image gut und wenn man die Fahrzeuge schon gebaut hat, dann kann man sie ja auch im Museum ausstellen. Denkt sich auch Nissan und zeigt 400 seiner Autos in Kanagawa. Von mickrigen zwölf bis hin zu atemberaubenden 800 PS ist bei Nissan alles zu sehen, was die Marke zwischen den Jahren 1933 und 2002 auf die Straße beziehungsweise die Rennstrecke gebracht hat.

Das erste Auto in der Nissan Heritage Collection

Die Nissan Heritage Collection startete 1954 mit lediglich einem Fahrzeug, dem zwölf PS starken Datsun Model 12 Phaeton aus dem Jahre 1933. Aus diesem Grund steht genau dieses Fahrzeug direkt am Anfang der gewaltigen Ausstellungsfläche, die auf den ersten Blick wie eine riesige Lagerhalle aussieht. Auf den zweiten Blick verhärtet sich das Urteil, dass die hier stehenden Modelle eine schönere Umgebung verdient hätten. An der Qualität der Fahrzeuge rüttelt aber auch diese völlig lieblose Darstellung überhaupt nichts.

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© Bild: Werk / Datsun Model 12 Phaeton aus 1933

Ein Fest für Sportwagenfans

Vor allem eingefleischte Sportwagenfans des Modells GT-R werden hier feuchte Augen bekommen. Denn der heute auch in Europa so bekannte Supersportler hat einige Vorgängergenerationen, von denen nur die wenigsten den Weg zu uns gefunden haben. So ist mit dem Skyline Deluxe aus dem Jahr 1957 der Urvater der Erfolgsserie ausgestellt. Der erste GT-R, der 2000GT-R von 1969 ist natürlich auch zu sehen. Am vier Jahre älteren Nachfolgemodell zeigen sich zudem erste Ähnlichkeiten zu amerikanischen Muscle Cars wie dem Ford Mustang Mach 1.

Baseball darf in Japan nicht fehlen

Aber auch die kleinen, in Europa mittlerweile nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenkenden Kleinwagen, wie ein Nissan Micra, stellen einen großen Teil der Ausstellung. Vor allem der putzig dreinschauende Be-1 von 1989 zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Der auf einem Micra basierende Kleinstwagen ist voll von kleinen, netten Details. Die dachlose Version des Be-1, die direkt daneben steht, wurde bei japanischen Baseballspielen eingesetzt um die Einwechselwerfer aufs Spielfeld zu fahren.

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© Bild: Werk / Nissan Be-1 von 1989

Elektroauto aus dem Jahr 1947

Unter all den Verbrennungsmotor-Fahrzeugen befindet sich auch das 3,04 Meter kurze Tama Electric Car aus dem Jahr 1947. Der Treibstoff wurde damals knapp und der Schrei nach elektrisch angetriebenen Autos lauter. Unter diesem Druck entstand der 96,3 Kilometer weit und 35,2 Kilometer pro Stunde schnell fahrende Tama. Zu den auffälligsten Bewohnern der großen Ausstellungshalle zählt ohne Zweifel der rot-gelb lackierte Nissan Van von 1937. Der 85 PS starke, von einem Sechszylindermotor angetriebene Lieferwagen war zwischen 1939 und 1965 im Einsatz.

Lob auf der Tokyo Motor Show 1989

Mit den beiden Modellen Prairie und S-Cargo sind zwei auf den ersten Blick recht unterschiedliche Fahrzeuge erwähnenswert. Der eine sticht durch seine von Masuo Ikeda designte Außenhaut hervor, die ihm 1989 auf der Tokyo Motor Show viel Lob entgegen brachte. Der andere zählt als Pionier der SUVs. Dank des Frontmotor- und Vorderradantriebs war es möglich, auf beiden Seiten eine Schiebetür und im Heck weitere Sitzplätze zu verbauen. Bis zu acht Insassen finden in dem über große Fensterscheiben verfügenden Prairie JW-G Platz.

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© Bild: Werk / NIssan Van von 1937

PS, viel PS

Zu den stärksten Boliden der Ausstellung zählen natürlich die Rennwagen. So kommt ein Skyline Super Silhouette von 1983 auf 570 PS und der R383 von 1970 auf 700 PS, welcher jedoch nie zum Einsatz kam. Mit dem 650 PS starken R390 GT1 steht sogar ein echter Le Mans-Renner in Japan. Die PS-Krone tragen allerdings die 900 Kilogramm leichten R-Modelle wie der R91CP von 1991 oder ein R89C von 1989. Satte 800 PS brachten sie auf die Rennstrecken Japans. Wer sich generell für Autos interessiert und sowieso gerade einen Abstecher nach Japan plant, sollte sich die Nissan Heritage Collection nicht entgehen lassen.

Dank an press-inform

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  • Markus

    Hallo Herr Sommer, ich plane im November eine Tour nach Japan. Besteht irgendeine Möglichkeit die Nissan DNA Garage in Zama zu besichtigen. Eventuell Fotos zu machen. Mit freundlichen Grüßen Markus

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