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BMW M 760 Li xDrive: Fast ein echter M

Im vergangenen Jahr zeigten uns die Bayern ihre neue 7er Oberklasselimousine, auf dem Genfer Autosalon wird mit dem BMW M 760 Li xDrive nachgelegt.

12.02.2016 Press Inform

Eins vorweg, der BMW M 760 Li xDrive ist kein echter M7, aber der Zwölfzylinder ist nicht zuletzt Dank Allradantrieb ein gelungener Wurf. Bislang sahnten Mercedes und Audi mit ihren Sportversionen S 63 / S65 AMG sowie Audi S8 mächtig ab und BMW bot seinen Luxuskunden nicht viel mehr als einen normalen Zwölfzylinder. Zu wenig, um im Trio der großen Drei in Reihe eins zu fahren. Beim neuen 7er legen die Bayern erstmals nach, denn der insbesondere in Asien und den USA stark nachgefragte V12-Motor wurde zum M-Light-Modell geadelt, indem er in der größer werdenden Palette der M Performance Modelle nunmehr die allererste Geige fiedeln darf. Die Leistungsdaten lesen sich allemal beeindruckend, denn der doppelt aufgeladene V12-Motor mit sechs Litern Hubraum leistet 441 kW / 600 PS und beschleunigt Dank Allradantrieb und 800 Nm in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die 250-km/h-Abregelung lässt sich mit dem M Drivers-Paket, das ihn dann doch irgendwie zu einem echten M-Modell werden lässt, auf 305 km/h lockern. Der Normverbrauch; 12,6 Liter SuperPlus.

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© Bild: Werk

Konkurrenz für den BMW M 760 Li xDrive aus dem „eigenen“ Haus

Wenig gelungen erscheint jedoch der Zeitpunkt der Premiere auf dem Genfer Automobilsalon, denn nur ein paar Meter vom BMW-Stand präsentiert zeitgleich der Marken-Annex Alpina aus Buchloe seine neueste Generation des insbesondere in den USA etablierten Topmodells B7. Der wird zwar nur von einem doppelt aufgeladenen V8-Motor aus dem Hause BMW befeuert, leistet jedoch mit zwei Brennkammern und 1,6 Litern Hubraum weniger 447 kW / 608 PS und ebenfalls 800 Nm. Wie der große Konzernbruder BMW M 760 Li xDrive ist auch das Allgäuer Pendant ebenfalls nur als Langversion mit Allradantrieb zu bekommen. Zeitlich hätte man beide Modelle wohl kaum unglücklicher so nah nebeneinander zeigen können.

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© Bild: Werk

Luxus überall

Im exklusiven Innenraum bietet der 760er unter anderem elektrisch verstellbare Nappa-Komfortsitze vorne und hinten mit Memoryfunktion, Massage sowie Hochflor-Fußmatten und einen Alcantara-Dachhimmel. Wer sich für die betont sportliche Ausgestaltung des M 760 Li xDrive mit vergrößerten Lufteinlässen, mattierten 20-Zoll-Felgen, Spoilern und dem Klappenauspuff nicht begeistern kann, steigt wahlweise und ohne Aufpreis in die dezentere Excellence-Variante, die mit ähnlichem Luxus und mehr Chrom insbesondere auf den chinesischen Markt abzielt.

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© Bild: Werk

Premiere für den BMW 740e Plug-In-Hybrid

Ebenfalls in Genf zu sehen: der BMW 740e Plug-In-Hybrid, dessen 83-kw-Elektromodul wie beim X5 mit dem zwei Liter großen Vierzylinder gekoppelt ist. Einer Systemleistung von 240 kW / 326 PS steht ein Normverbrauch von 2,1 Litern gegenüber. Auf Wunsch ist der Plug-In-Hybrid, der wie alle anderen Modelle irritierend den Namensannex iPerformance bekommt, auch als Allradversion zu bekommen. Die rein elektrische Reichweite liegt jeweils bei knapp 40 Kilometern.

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