Ein Typ streckt seine Hand ins Bild, als ich gerade einen Renault Scenic fotografieren will.
Das Angebot wird immer unübersichtlicher: Carsharing in Österreich
 

Neues vom Carsharing in Österreich

Es regt sich der Markt: Neue Anbieter, neue Preise, neue Perspektiven.

06.08.2013 Online Redaktion

Die Österreicher sind immer öfter bereit, sich ein Auto mit anderen zu teilen. Carsharing in Österreich wächst, wobei Angebote und Tarife sehr unterschiedlich sind. Car2go etwa ist nur in Wien aktiv und fährt nur Smarts – die Idee ist ein eigenes öffentliches Verkehrsmittel, das spontan angemietet nur auf kurzen Stadtetappen verwendet wird. Ein Vorhaben, das car2go immer wieder mit seiner Preispolitik unterstreicht: Seit Anfang August kostet die Tagesmiete um 10 Euro mehr (nämlich 69 Euro), der Minutentarif jedoch ist fast gleich geblieben 31 Cent statt 29 Cent sind nun zu bezahlen.

Jenseits von car2go: Carsharing in Österreich

Car2go hat in einer begrenzten Zone freie Parkplatzwahl, die anderen Anbieter hingegen haben fixe Standplätze, zu denen das Auto auch wieder zurückgebracht werden muss. So etwa Zipcar. Das Unternehmen hat unterschiedliche Fahrzeuggrößen im Portfolio, ein Kleinwagen kostet 59 Euro pro Tag, ein Van 119 Euro.

Neu im Angebot ist Flinkster, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, dass nun nach Österreich expandiert. Die ersten Fahrzeuge stehen in Wien, Salzburg und Graz zur Verfügung, Flinkster setzt dabei stark auf Elektroautos: Renault Zoe, Mitsubishi i-MiEV und sogar eine E-Version der Mercedes A-Klasse stehen zur Verfügung. Die Preise beginnen bei einem Euro pro Stunde für einen Fiat 500, plus 30 Cent pro Kilometer.

Großes Potenzial für Carsharing in Österreich

Der VCÖ sieht noch großes Potenzial für Carsharing in Österreich, immerhin hat ein Viertel aller Haushalte mehr als ein Auto. Spitzenreiter sind dabei die Kärntner: Dort haben 36 Prozent aller Haushalte mehr als ein Fahrzeug in der Garage stehen. Auch die Niederösterreicher (35 Prozent), die Burgenländer und Oberösterreicher (je 33 Prozent) sowie die Steirer (32 Prozent) besitzen zwei oder mehr Autos. In Wien ist die Bebauung dichter und das Öffi-Netz naturgemäß enger gestrickt – hier haben nur 9 Prozent aller Haushalte mehr als ein Fahrzeug.

Gerade als Alternative zum Zweitwagen bietet sich Carsharing an, die Angebote rechnen sich teilweise bis zu einer Laufleistung von 12000 Kilometern im Jahr. Eine Alternative ist auch das private Carsharing, also das Teilen des eigenen Autos mit anderen Leuten. Hier bieten Plattformen wie carsharing247.com und caruso.at eine Plattform zur Vernetzung. Außerdem werden Tipps und Rechentools zur Verfügung gestellt. Caruso bietet zum Beispiel ein elektronisches Fahrtenbuch an.

Haben Sie schon Erfahrungen mit Carsharing? Oder haben wir einen Anbieter vergessen? Sagen Sie es uns in der Kommentaren!

  • Mathilde

    Ich nutze seit 16 Jahren „Carsharing“, aber irgendwas muss am Konzept faul sein, wenn jetzt 2/2 Plätze in Kärnten, und 2/3 Plätze in Vorarlberg aufhören? In Wien sollte man lieber öffentlich fahren!

  • Mathilde

    Interessanter Bericht, bitte ein Update mit mehr Details. Denn es gibt tatsächlich Bewegung, so etwa schließt Zipcar derzeit 11 österreichische Standorte. Dafür wächst das E-Auto Angebot woanders.

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