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Nissan Navara – Aufi aufn Berg

Pick-Ups sind hierzulande eine Seltenheit, das wird der neue Nissan Navara nicht ändern, obwohl das Arbeitstier im Land der Berge sich wohl fühlt.

11.11.2015 Press Inform

Mit dem neuen Nissan Navara bringen die Japaner bereits die 12. Generation ihres erfolgreichen Pick-Ups auf den Markt. 1992 startete der Autohersteller mit dem ersten Modell, mit 2004 wurde der Vertrieb auf den Weltmarkt ausgeweitet und 2005 feierte der Pick-Up seine Europapremiere. Seitdem ist der Navara zu einem weltweiten Selbstläufer geworden. 80 Millionen Euro hat Nissan unter anderem in die neue Fertigungslinie in Barcelona gesteckt.

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© Bild: Werk

Eine Runde um den neuen Nissan Navara

Optisch haben Nissans Designer sich ziemlich zurückgehalten. Von der Seite betrachtet wirkt der neue Navara gestreckter. Die A-Säule ist etwas weiter nach hinten geneigt, die Fensterflächen schmaler. Alles ist aerodynamischer geworden – Nissan selbst spricht von einer Reduktion des Dieselverbrauchs um bis zu elf Prozent. die Scheinwerfer mit dem LED-Tagfahrlicht wurden weiter nach hinten gezogen, der üppige Chrom-Kühlergrill mit seinen zwei Lufteinlässen links und rechts  erinnert ein wenig an den Nissan Patrol. Die Rücklichter sind jetzt weiter nach vorne gezogen und die Heckklappe hat einen kleinen Spoiler – wozu auch immer der funktional gut sein mag.

Cockpit, Display und die Sitze

Beim Cockpit orientiert sich Nissan an den aktuellen SUV der Marke. Das nur in der Neigung verstellbare Multifunktions-Lenkrad etwa entspricht dem im Qashqai. Das Armaturenbrett selbst wirkt klar und aufgeräumt, mit einem zentralen Farbbildschirm, der von zwei Rundinstrumenten flankiert wird und dem Navigationsbildschirm über der Mittelkonsole. Die Sitze sind bequem und gut einstellbar selbst für große Passagiere. Der Seitenhalt ist ausgezeichnet.

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© Bild: Werk

Schweres Arbeitstier

Der 5,3 Meter lange und 1,85 Meter breite Navara ist ein Arbeitstier. So stieg die Anhängerlast etwa auf – gebremste – 3,5 Tonnen. Und auch die Nutzlast, des leer knapp zwei Tonnen schweren Viersitzers DoubleCab, ist mit gut einer Tonne üppig. Die mit robustem Plastik verkleidete Ladefläche ist bei dem Modell mit Doppelkabine 1,58 Meter lang, in der KingCab-Version ist es gar 1,79 Meter – da passt selbst beim Double Cab eine Europalette problemlos zwischen die Radkästen. Die Ladekante ist mit rund 80 Zentimetern allerdings nicht gerade niedrig.

Motorisierung und Allrad

Für die nötige Kraft sorgt unter der Fronthaube des Navara ein neuer, im spanischen Technikzentrum Nissans entwickelter Dieselmotor mit 2,5 Litern Hubraum. Er ist in zwei Varianten zu haben: Einmal mit 106 kW/144 PS und als Biturbo mit 140 kW/190 PS. Die Kraftübertragung geschieht wahlweise über ein gut geführtes manuelles Getriebe mit sechs Gängen oder einem 5-Stufen-Automatikgetriebe mit manueller Schaltgasse. Der Allradantrieb ist für schwereres Gelände mit einer Untersetzung ausgestattet. Ebenfalls mit an Bord: Bergabfahrhilfe und ESP samt Traktionskontrolle. Im normalen Fahrbetrieb werden auch in der 4×4-Version einzig die Heckräder angetrieben.

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© Bild: Werk

Auf- und Abstieg ohne Probleme

Noch schafft der Diesel nur Euro 5 B+, bis Mitte 2016 soll es aber dann auch Euro 6 sein. Als Durchschnittsverbrauch für den Allradler mit Automatik gibt Nissan selbst 7,0 Liter an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h (184 km/h bei manuellem Schaltgetriebe). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h klingt mit elf Sekunden zwar nicht berauschend – aber rasanter muss ein PickUp  auch nicht unterwegs sein. Beim Fahren jedenfalls hat man kaum je das Gefühl, untermotorisiert zu sein. Geht es ins Gelände, beweist der Navara durchaus Offroad-Qualitäten. Ruppige Wald- und Bergpfade, felsige Steigungen – alles kein Problem. Auch die üppige Bodenfreiheit von 223 mm ist dabei hilfreich. Der PickUp zieht stoisch seine Bahn. Lediglich an den im Vierradmodus größer gewordenen Wendekreis muss man sich erst einmal etwas gewöhnen. Auf dem Weg ins Tal sorgt die Bergabfahrhilfe für einen kommoden Abstieg.

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© Bild: Werk

Preis des neuen Nissan Navara in Österreich

Zumindest in den DoubleCab-Modellen, die knapp 80 Prozent Verkaufsanteil haben, legt Nissan bei der neuen Generation deutlich mehr Wert auf die Bequemlichkeit der Passagiere. Sie haben statt der blattgefederten Starrachse nun eine Mehrlenkerachse mit Schraubenfedern. Das sorgt für eine deutlich komfortablere Federung auch auf schlechten Wegen. Auf asphaltierten Straßen rollt der DoubleCab so komfortabel wie ein SUV ab. Lange Strecken? Kein Problem. Der Lastesel KingCab mit der deutlich kleineren Kabine und der größeren Ladefläche behält dagegen die robusten Blattfedern. Die Preise liegen ähnlich wie beim Vorgänger. Es beginnt mit dem KingCab, der mit 26.969 Euro startet. Der Navara mit Doppelkabine kostet mit 144 PS ab 30.827 Euro und mit 190 PS ab 30.119 Euro.

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